Private Finanzen Meldung

Einmal im Jahr ziehen Unternehmen Bilanz ­ eine sinnvolle Übung auch für Verbraucher, denn ein Kassensturz gibt Übersicht. Grundregel: Wenigstens einmal jährlich sollte das Girokonto aus den roten Zahlen kommen. Um das zu erreichen, gehen Sie sämtliche Kontoauszüge des vergangenen Jahres durch. Welche regelmäßigen Belastungen entstehen durch Ausgaben wie Miete, Raten, Vereinsbeiträge, Telefon? Wie viel Bares heben Sie pro Monat ab? Jährliche Zahlungen (Versicherungsprämien, Kfz-Steuer) nicht vergessen. Dem werden regelmäßige Einnahmen gegenüber gestellt: Lohn/Gehalt, Kindergeld, eventuelle Zuschüsse.

Achtung: Einmalige Zahlungen wie Weihnachtsgeld, Steuererstattung nicht verplanen, sondern für Sonderausgaben (Reparaturen, notwendige Ersatzbeschaffungen) freihalten.

Stellt sich dabei heraus, dass auf dem Konto dauerhaft ein Guthaben liegt, das ein bis zwei Monatsgehälter übersteigt, sollten Sie es in verzinsliche Anlageformen stecken: auf ein Tagesgeldkonto, in Festgelder oder Fonds. Rangiert der Saldo stattdessen dauerhaft im Minus, kann dieser Betrag vielleicht mit einem Guthaben beglichen werden, das Sie anderswo angespart haben. Ansonsten kann eventuell zu günstigeren Zinsen ein Ratenkredit aufgenommen und mit festen Raten abbezahlt werden. "So wird das Girokonto, das ja eigentlich nur zur Verrechung laufender Einnahmen und Ausgaben sein soll, nicht dauerhaft als Schuldenkonto missbraucht", meint Manfred Westphal vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

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