„Private Equity“ ist ein Zauberwort bei Anlageberatern. Zunehmend werden diese Fonds auch Kleinanlegern angeboten. Dabei wird mit Renditen von 10, 12 oder 16 Prozent gewunken. Die in der Heuschreckendiskussion kritisierten Fonds kaufen Firmen, um sie mit Gewinn wieder zu verkaufen. Oder sie beteiligen sich an außerbörslichen Unternehmen oder jungen Firmen. Als Direktfonds inves­tieren sie direkt. Kleinanlegern werden aber vor allem Dachfonds angeboten, die ihr Geld in Einzelfonds stecken.

Vorsicht: Finanztest hat solche Fonds untersucht und festgestellt: Sie leiden unter enorm hohen Kosten. Teilweise wandert ein Viertel des eingezahlten Geldes in Gebühren. Die Gewinne reichen möglicherweise nicht einmal aus, um auch nur die Kosten wieder hereinzuholen. Außerdem müssen Sparer ihr Geld lange festlegen: Es sind geschlossene Fonds, oft mit zehn Jahren Laufzeit. Sobald die geplante Summe eingesammelt ist, werden keine weiteren Anteile mehr verkauft.

Fazit: Private Equity ist nichts für Kleinanleger, allenfalls für sehr Risikobereite. Das gilt vor allem für Ratensparpläne, die es schon ab 25 Euro monatlich gibt. Vier solcher Angebote stehen bereits auf der Finanztest-Warnliste.

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