So haben wir gerechnet

Die Tabelle soll Sparern helfen, eine für sie geeignete Fondsmischung zu finden. Ausgangspunkte sind die Anspardauer und die individuelle Risikobereitschaft. Wir haben drei Anlegertypen mit unterschiedlicher Risikobereitschaft definiert.

Anlegertyp

Der vorsichtige Typ akzeptiert eine Verlustwahrscheinlichkeit von höchstens 0,46 Prozent. Das entspricht der Wahrscheinlichkeit, beim Würfeln dreimal hintereinander eine Sechs zu bekommen. Der abwägende Typ akzeptiert eine Verlustwahrscheinlichkeit von 2,78 Prozent. Das entspricht beim Würfeln zwei Sechsern in Folge. Beim risikobereiten Anleger darf die Verlustwahrscheinlichkeit bis zu 16,67 Prozent betragen, entsprechend der Wahrscheinlichkeit, bei einma­ligem Würfeln die Sechs zu bekommen.

Diesen Anlagetypen haben wir unterschiedliche Aktienfondsanteile der Sparrate zugeordnet.

Verlustwahrscheinlichkeit und Zielrendite

Je nach Höhe des Aktienfondsanteils gibt es verschiedene Verlustwahrscheinlichkeiten. Mit der realistischen Zielrendite für Gewinnsicherung können Sparer grob abschätzen, wann sie an einen vorzeitigen Ausstieg denken und Gewinne sichern sollten. Für die dann folgende Umschichtung in Festzinsprodukte wurde ein Zinssatz von 2 Prozent pro Jahr unterstellt. Die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen bestimmter Zielrenditen zeigt die Chancen für das Erreichen einer Rendite von 6, 8 und 10 Prozent. Die Spannen zeigen die Ergebnisse für durchschnittliche Fonds ohne Gewinnsicherung bis stark überdurchschnittliche Fonds mit Gewinnsicherung.

Alle Werte sind Ergebnisse einer statistischen ­Simulation. Dabei wurde eine durchschnittliche Wertentwicklung von jährlich 10 Prozent für internationale und europäische Aktien sowie 7 Prozent für Euro-Renten angenommen. Für die Wertschwankung (Volatilität) unterstellten wir jährlich 20 Prozent bei Aktien- und 3,5 Prozent bei Rentenfonds. Die Ausgabeaufschläge wurden mit 5 Prozent für Aktien- und 3 Prozent für Rentenfonds kalkuliert.

Damit haben wir nach dem Zufallsprinzip für jede untersuchte Laufzeit 10 000 unterschiedliche Sparplanverläufe berechnet. Für jeden einzelnen Sparplanverlauf prüften wir, welches Endvermögen mit den unterschiedlichen Strategien erzielt wurde. Um eine realistische Spanne für Verlust­risiken und Wertentwicklung zu erhalten, haben wir sowohl mit stark überdurchschnittlichen Fonds ohne Renditeabschlag gerechnet als auch mit durchschnittlichen Fonds, bei denen Abschläge von 1,75 Prozent für Aktienfonds und 1 Prozent für Rentenfonds unterstellt wurden.

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