Unser Rat

Einstieg. Fangen Sie möglichst früh mit dem Sparen fürs Alter an. Dann profitieren Sie am stärksten von Zinseszinseffekten. Falls möglich, nutzen Sie zunächst die Riester-Förderung. Für weitere Vorsorge investieren Sie als junger Mensch auch in internatio­nale Aktienfonds, am besten per Sparplan in Monatsraten. Hier sind die Renditeer­wartungen langfristig höher als bei Festzinsanlagen. Je älter Sie sind, desto stärker sollten Sie auf festverzinste Sparpläne, ­Rentenfondssparpläne oder klassische Ren­tenversicherungen zurückgreifen.

Steuern. Steuern zahlen Sie auf eine Geldanlage erst, wenn Sie ein Vermögen angesammelt haben, mit dem Ihre jährlichen Zinseinnahmen Ihren Sparerfreibetrag von 1 421 Euro übersteigen. Bei Ehepaaren beträgt die Grenze 2 842 Euro. Haben Sie ein minderjähriges Kind, erhöht sich der Sparerfreibetrag Ihrer Familie auf insgesamt 4 263 Euro. Damit blieben selbst bei einer Geldanlage, die 5 Prozent Zinsen pro Jahr bringt, rund 85 000 Euro an Vermögen steuerfrei.

Mischen. Kombinieren Sie bei Ihrer Altersvor­sorge verschiedene Geldanlagen: sichere, aber weniger ertragreiche mit unsichereren Anlagen, die dafür höhere Renditechancen bieten. Stecken Sie nicht alles Geld in unflexible Produkte, die Sie bis zum Ablauf halten müssen, sondern mischen Sie Varianten zu, bei denen Sie jederzeit ohne programmierte Verluste an Ihr Geld herankommen. Setzen Sie bis zum Sparerfreibe­trag ruhig auf eine steuerpflichtige Anlage. Auch danach gibt es für Sie nicht nur die Rentenversicherung als steuerbegünstigtes Produkt für die private Alters­vorsorge. Weitgehend steuerfrei bleiben auch Investments in Aktienfonds.

Zwischenbilanz. Im Laufe der Jahre ändern sich Ihre Lebensumstände vermutlich immer wieder. Ausbildungsende, Jobwechsel, Auslandstätigkeit, Partnerschaft, Kinder, eine Hausfinanzierung, vielleicht eine Erbschaft, vielleicht Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit. Prüfen Sie gelegentlich, wie es um Ihre Altersvorsorge steht. Wie viel stecken Sie in welche Geldanlagen? Ist für die Ausbildung der Kinder vorge­sorgt? Sind risikoreiche Produkte, die höhere Chancen versprechen, und sichere Anlagen noch angemessen gemischt?

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