Private Abwasserleitungen

Tipps

23.02.2006
Inhalt

Neubau. Wenn Sie ein Haus bauen oder umbauen und dabei Leitungen verlegen: Achten Sie darauf, dass die verlegten Rohre auf Dichtheit geprüft werden und das Ergebnis zufriedenstellend ist.

Fristen. Erkundigen Sie sich beim Tiefbauamt, der Entwässerungsabteilung der Kommune oder beim Entwässerungsbetrieb vor Ort, welche Fristen laut Entwässerungssatzung für die Untersuchung gelten.

Firmen. Fragen Sie dort auch nach den ortsüblichen Kosten für Prüfung und Sanierung, nach Fachfirmen und unab­häng­igen Sachverständigen.

Wasserschutz. Wenn Sie in einem Wasserschutzgebiet wohnen, sollten Sie besonders darauf achten, den Boden nicht zu verunreinigen.

Baujahr. Auch wenn Leitungen 20 Jahre und älter sind, also vor 1985 verlegt und seitdem nie mehr überprüft wurden, wäre eine Überprüfung jetzt sinnvoll. Besonders viele Schäden sind in Nachkriegsbauten, die bis 1965 entstanden sind, zu erwarten.

Rückstau. Bedenken Sie, welche Folgen ein Schaden auf Ihrem Grundstück hätte: Ist das Leitungsnetz gegen Rückstau gesichert? Könnten teure Bodenbeläge und wertvolles Inventar überschwemmt werden?

Preise. Holen Sie mehrere Angebote für eine Dichtheitsprü­fung und für Reparaturen ein. Fragen Sie, ob die Kommune oder der Entwässerungsbetrieb sich an den Kosten beteiligt.

Beratung. Einige Kommu­nen oder Entwässerungsbetriebe bieten Bürgerberatungen an oder organisieren die Untersuchung und Sanierung für Nachbarschaftsgemeinschaften. Das kann die Kosten für den Einzelnen senken und hilft, die Qualität der Arbeiten sicherzustellen.

Infos. Viele Informationen bietet die Broschüre „Haus­­an­schluss dicht?“vom Umweltmi­nisterium Nordrhein-Westfalen (www.munlv.nrw.de).

Versicherung. Prüfen Sie die Police Ihrer Gebäudeversicherung. Manchmal sind zum Beispiel Brüche in Ableitungsrohren versichert.

Ursachen. So mancher Schaden wurde durch andere verur­sacht. Wurzeln vom Baum des Nachbarn zum Beispiel müssen nicht hinge­nommen werden. Und Ihr Architekt oder Bauunternehmer ist für die fachgerechte Herstellung und den Dichtheitsnachweis beim Neubau verantwortlich. Dabei gelten die vertraglich vereinbarten Gewährleistungsfristen. Bei versteckten Mängeln oder grob fahrlässigem Handeln können Sie eventuell auch später noch Ansprüche durchsetzen.

  • Mehr zum Thema

    Wohn­gebäude­versicherungen im Vergleich Sehr gut bis mangelhaft – Schutz vor Elementarschäden wichtig

    - Die Stiftung Warentest hat 178 Wohn­gebäude­versicherungen mit Elementarschaden­schutz untersucht. Es gibt große Unterschiede bei Preis und Leistung. Ältere Verträge...

    Einbauküche in der Miet­wohnung Wann welche Versicherung für Schäden zahlt

    - Eine Küche ist oft teuer. Ob ein Versicherer bei einem Schaden einspringt, hängt auch davon ab, wem sie gehört. Im schlimmsten Fall streiten sich Hausrat-, Haft­pflicht-...

    Wasser­schaden Welche Versicherung wann zahlt

    - Leitungs­schäden passieren ständig. Mehr als 3 000 Fälle pro Tag, alle zwei Minuten einer. Doch welche Versicherung zahlt? Teils ist die Wohn­gebäude­versicherung...