Tipps

Neubau. Wenn Sie ein Haus bauen oder umbauen und dabei Leitungen verlegen: Achten Sie darauf, dass die verlegten Rohre auf Dichtheit geprüft werden und das Ergebnis zufriedenstellend ist.

Fristen. Erkundigen Sie sich beim Tiefbauamt, der Entwässerungsabteilung der Kommune oder beim Entwässerungsbetrieb vor Ort, welche Fristen laut Entwässerungssatzung für die Untersuchung gelten.

Firmen. Fragen Sie dort auch nach den ortsüblichen Kosten für Prüfung und Sanierung, nach Fachfirmen und unab­häng­igen Sachverständigen.

Wasserschutz. Wenn Sie in einem Wasserschutzgebiet wohnen, sollten Sie besonders darauf achten, den Boden nicht zu verunreinigen.

Baujahr. Auch wenn Leitungen 20 Jahre und älter sind, also vor 1985 verlegt und seitdem nie mehr überprüft wurden, wäre eine Überprüfung jetzt sinnvoll. Besonders viele Schäden sind in Nachkriegsbauten, die bis 1965 entstanden sind, zu erwarten.

Rückstau. Bedenken Sie, welche Folgen ein Schaden auf Ihrem Grundstück hätte: Ist das Leitungsnetz gegen Rückstau gesichert? Könnten teure Bodenbeläge und wertvolles Inventar überschwemmt werden?

Preise. Holen Sie mehrere Angebote für eine Dichtheitsprü­fung und für Reparaturen ein. Fragen Sie, ob die Kommune oder der Entwässerungsbetrieb sich an den Kosten beteiligt.

Beratung. Einige Kommu­nen oder Entwässerungsbetriebe bieten Bürgerberatungen an oder organisieren die Untersuchung und Sanierung für Nachbarschaftsgemeinschaften. Das kann die Kosten für den Einzelnen senken und hilft, die Qualität der Arbeiten sicherzustellen.

Infos. Viele Informationen bietet die Broschüre „Haus­­an­schluss dicht?“vom Umweltmi­nisterium Nordrhein-Westfalen (www.munlv.nrw.de).

Versicherung. Prüfen Sie die Police Ihrer Gebäudeversicherung. Manchmal sind zum Beispiel Brüche in Ableitungsrohren versichert.

Ursachen. So mancher Schaden wurde durch andere verur­sacht. Wurzeln vom Baum des Nachbarn zum Beispiel müssen nicht hinge­nommen werden. Und Ihr Architekt oder Bauunternehmer ist für die fachgerechte Herstellung und den Dichtheitsnachweis beim Neubau verantwortlich. Dabei gelten die vertraglich vereinbarten Gewährleistungsfristen. Bei versteckten Mängeln oder grob fahrlässigem Handeln können Sie eventuell auch später noch Ansprüche durchsetzen.

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