Verleihen Privatleute Geld und bekommen es endgültig nicht zurück, können sie einen Verlust aus Kapital­vermögen steuerlich geltend machen. Das hat der Bundes­finanzhof am 24. Oktober 2017 entschieden (Az. VIII R 13/15).

Ein Ehepaar verlieh privat mehr als 24 000 Euro. Als der Darlehens­empfänger in Privat­insolvenz geriet, standen davon noch mehr als 19 000 Euro offen. Die Eheleute meldeten die ausgefallene Rück­zahlung zur Insolvenz­tabelle an und rechneten den Verlust aus Kapital­vermögen in ihrer Steuererklärung ab. Laut Bundes­finanzhof führt der Ausfall eines Privatdarlehens zu einem steuerlich anzu­erkennenden Verlust, wenn der Darlehens­nehmer das Geld endgültig nicht mehr zurück­zahlen kann, etwa wenn sein Insolvenz­verfahren beendet oder mangels Masse abge­lehnt wird.

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