Privatärztliche Zusatzleistungen (IGeL) Meldung

Augenärzte sind fleißige IGeL-Verkäufer.

Beim Verkauf privat zu zahlender individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) sind die Ärzte sehr fleißig. Was die begleitende Beratung und die schriftlich zu schließenden Verträge angeht, ist das anders. Über 200 von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg befragte Patienten berichteten, dass ihnen 345-mal IGeL-Leistungen beim Arzt und 201-mal beim Zahnarzt angeboten wurden. Vor allem Augenärzte und Frauenärzte wollten zusätzliche Dienstleistungen verkaufen: Augeninnendruckmessungen und Ultraschalluntersuchungen wurden am häufigsten genannt. Nahezu jedes zweite Angebot lag dabei im Preissegment bis 40 Euro, knapp ein Drittel der Angebote sollte zwischen 40 und 80 Euro kosten.

Nur jeder dritte Patient bekam allerdings den vorgeschriebenen schriftlichen Vertrag für die zusätzliche Leistung. Auffallend war auch, dass die medizinische Notwendigkeit angebotener IGeL-Leistungen häufig nicht individuell begründet wurde. Stattdessen verwiesen Ärzte lediglich darauf, dass Krankenkassen die Leistungen nicht mehr bezahlen.

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