Der Bielefelder Datenschutzverein FoeBuD. e. V. zeigt Payback mit seiner Privacy-Card die rote Karte. Ohne persönliche Daten oder Informationen über ihr Kaufverhalten preisgeben zu müssen, funktioniert die Privacy-Card wie die Payback-Karte. Kunden können bei jedem Einkauf in Geschäften, die zum Payback-System gehören, zwischen 1 und 3 Prozent Rabattpunkte sammeln. Und weil die Privacy-Card nichts anderes als ein Klon einer Payback-Karte ist, kommen die Punkte auf das Kon­to des Bielefelder Datenschutzvereins.

Rund 2 000 Privacy-Card-Nutzer sammeln für den Verein. Doch Payback will das unterbinden. Neue Punk­te werden auf dem Paybackkonto des Vereins nicht mehr gutgeschrieben, obwohl die Privacy-Card-Besitzer fleißig weiter einkaufen gehen. Deshalb hat der Datenschutzverein das Unternehmen Payback auf Einhaltung des Teilnehmervertrags verklagt.

„Wir bestehen auf Weiterführung des mit Payback abgeschlossenen Vertrags und der Buchung der ausstehenden ­Rabatt-Punkte“, sagt Vorstandsmitglied Rena Tangens. Die Privacy-Card sei zulässig, da die Rabatte nicht an die Karte geknüpft sind, sondern lediglich an eine Teilnehmernummer.

Mit einem Urteil rechnen die Datenschützer im Juli.

Infos zur Privacy-Card unter www.foebud.org oder telefonisch: 05 21/17  52  54

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