Geraten Hand­ynutzer mit Prepaid­tarifen ins Minus, müssen sie nicht nach­zahlen. Das kann passieren bei Service­nummern oder Roaming, weil dann die Abrechnung manchmal ein paar Tage dauert. Das aber ist dann das Problem des Providers, meinen die Land­gerichte München I (Az. 12 O 16908/12) und Frank­furt (Az. 2–24 O 231/12, Berufung einge­legt). Sie erklärten Klauseln von Discotel.de und Simplytel.de für unwirk­sam. Ins Minus zu rutschen, stehe dem Vertrags­zweck – volle Kosten­kontrolle – entgegen. Ähnlich urteilte das Land­gericht Berlin, als ein Kunde 14 728 Euro nach­zahlen sollte. Er hatte „auto­matisch nach­laden“ gewählt und im Ausland nicht bemerkt, dass sein Handy ständig 10 Euro nach­lud (Az. 38 O 350/10).

Tipp: Unser Produktfinder Handytarife zeigt güns­tige Mobil­funk­tarife und weist auf „unechte“ Prepaid­tarife hin.

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