Tipps fürs Kündigen

  • Kündigung. Kündigen Sie am besten bereits jetzt schriftlich zum Start der neuen Bundesligasaison im August und führen Sie die Gründe an. test.de hält als Vorlage ein Musterschreiben (rtf-Datei, 11 KB) bereit. Stellen Sie die Bedeutung der Bundesligaberichterstattung für Sie dar. Schicken Sie die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein. Fordern Sie Premiere auf, die Kündigung innerhalb von einer Frist von mindestens zwei Wochen zu bestätigen. Falls Premiere sich weigert, bleibt genug Zeit, weitere Schritte einzuleiten.
  • Klage. Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, können Sie sich an einen Rechtsanwalt wenden. Wenn Sie keinen Rechtsanwalt beauftragen wollen, können Sie auch selbst eine Klageschrift aufsetzen oder die Klage bei der Geschäftsstelle des Amtsgerichts zu Protokoll geben. Beantragen Sie festzustellen, dass Ihre Kündigung wirksam ist. Fügen Sie der Klage stets jeweils zwei Kopien aller wesentlichen Unterlagen bei. Besonders wichtig sind die Vertragsunterlagen von Premiere, Ihr Kündigungsschreiben an Premiere und der Rückschein, auf dem ein Premiere-Mitarbeiter den Empfang des Kündigungsschreibens bestätigt hat. Hilfreich kann Premiere-Werbung aus der Zeit vor Abschluss Ihres Vertrags sein, in der die Bundesliga-Übertragungen Thema sind.
  • Zahlungsverweigerung. Falls Sie per Bankeinzug zahlen, sollten Sie die Einzugsermächtigung widerrufen. Achten Sie darauf, dass der Widerruf nur Gebühren für Zeiträume ab der Kündigung betrifft. Einen Formulierungsvorschlag finden Sie im Musterschreiben. Falls Premiere dennoch Abbuchungen veranlasst, können Sie diese stornieren lassen. Dazu haben sie bei den meisten Banken sechs Wochen und im Einzelfall auch noch mehr Zeit.
  • Gerichtsverfahren. Stellen Sie während des Streits mit Premiere und insbesondere einer gerichtlichen Auseinandersetzung sicher, dass Sie Ihre Post erhalten. Lesen Sie alle Schreiben sorgfältig. Wenn Sie Post vom Gericht dennoch nicht verstehen, fragen Sie nach. Meist dürfte die für Sie zuständige Geschäftsstelle der richtige Ansprechpartner sein. Wenn Sie auf ein wichtiges Schreiben nicht rechtzeitig reagieren oder einen Termin versäumen, können Sie Ihr Verfahren unter Umständen allein deshalb verlieren.
  • Entwicklung. Wenn es Premiere tatsächlich gelingt, noch rechtzeitig Sublizenzen zu erwerben und so auch für die Zeit ab August eine Bundesligaberichterstattung ohne wesentliche Einschränkungen anzubieten, sollten Sie noch offene Gerichtsverfahren beenden, indem sie Sie für erledigt erklären. Das Gericht entscheidet dann nur noch über die Verteilung der Kosten und prüft dazu, wie das Verfahren ausgegangen wäre, wenn Premiere nicht doch noch Lizenzen bekommen hätte.
  • Risiko. Sie bekommen Recht, wenn der zuständige Richter ihre Kündigung für berechtigt hält und den Wegfall der Bundesligaberichterstattung als wichtigen Grund für eine außerplanmäßige Kündigung des Abos akzeptiert. Wenn das nicht gelingt, müssen Sie die Gerichtskosten tragen und womöglich verweigerte Abo-Gebühren nachzahlen.

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