Preiswerte Arzneien Meldung

Ungewohntes Bild: Arzneimittel in der Drogerie.

In den Märkten der Drogeriekette „dm“ dürfen wieder Medikamente bestellt und verkauft werden, entschied das Oberverwaltungsgericht Münster. Die Drogeriemarktkette hatte gegen ein Verbot der Stadt Düsseldorf geklagt. Im Juni 2004 hatte „dm“ in Kooperation mit einer Versandhandelsapotheke im niederländischen Venlo in acht Testfilialen in Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und Viersen einen Bestell- und Abholservice für Arzneimittel eingerichtet. Dabei wurden die in Deutschland üblichen Preise teilweise deutlich unterboten. Kunden konnten in den Läden Bestellscheine ausfüllen und die Medizin innerhalb von 72 Stunden in den Filialen abholen. Das untersagte der Düsseldorfer Oberbürgermeister, weil er darin einen Verstoß gegen das Arzneimittelrecht sah. Dem widersprach nun das Oberverwaltungsgericht in seiner Entscheidung. Das Vertriebskonzept der Firma „dm“ und der Venloer Apotheke verstoße nicht gegen das Arzneimittel- und das Apothekenrecht. Der vom Gesetz verwendete Begriff des Versandhandels sei auch für diese Form des Versandhandels offen. Das Oberverwaltungsgericht hat eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht nicht zugelassen. Gegen die Nichtzulassung ist Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht möglich.

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