Digitalfotos aus dem Tintenstrahldrucker sind teuer. Mit dem richtigen Papier lässt sich aber Geld sparen.

Mit dem eigenen Tintenstrahldrucker Digitalfotos auszu­drucken geht schnell – leert aber genauso schnell das Portmonee. Papier und Tinte kosten für den Ausdruck einer Seite zum Teil drei Euro oder mehr.

Ergänzend zum Test von Druckerpatronen haben wir auch die Preise für die bereits im Juni 2002 geprüften Fotopapiere aktualisiert und dafür in 55 Geschäften bundesweit recherchiert. Parallel dazu fahndeten wir im Internet nach günstigen Preisen.

Wer nicht aufpasst, zahlt drauf

Das Spectra Jet Glossy Paper von Tetenal ist im Internet acht Euro günstiger als beim Test vom Sommer 2002. Doch wer nicht aufpasst, zahlt drauf: Die 50-Blatt-Packung Sigel Inkjet Ultra Photo Paper kostete 2002 bei unserem Test im Handel höchstens 47 Euro. Der teuerste aktuelle Ladenpreis lag bei fast 57 Euro!

Für Canon-, Epson- und HP-Drucker

Fotopapiere können zwar auf allen gängigen Druckern genutzt werden, zeigen aber je nach verwendetem Modell unterschiedliche Qualität, wie unser Test ergab. Dazu haben wir alle Papiere auf jeweils einem Drucker der großen Hersteller geprüft: auf Canon S400x, Epson Stylus Color 880 und Hewlett Packard Deskjet 930. Streng genommen gelten die test-Qualitätsurteile der Papiere auch nur für diese Drucker, können aber als Anhaltspunkt für weitere Modelle desselben Herstellers verwendet werden.

Tipp: Die Tabelle „Kauftipps“ auf dieser Seite listet je nach Druckertyp empfehlenswerte Papiere auf. Wir empfehlen Ihnen, zunächst einmal eine Packung des genannten Papiers auf Ihrem eigenen Drucker auszuprobieren. Achten Sie darauf, dass im Druckertreiber des Printers die empfohlenen Einstellungen eingerichtet sind. Hinweise dazu finden Sie meist auf der Packung des Fotopapiers.

Wer einen Drucker von Hewlett Packard besitzt, sollte es beispielsweise mit den Fotopapieren Geha Ink-Jet Papier Photo Glossy und Hewlett Packard Premium Plus Photo Paper Glossy versuchen. Das Geha-Papier gibt es weiterhin für etwa 10 Euro im Handel (20 Blatt), im Internet ist es ohne Versandkosten ab 7,75 Euro zu haben.

Das HP-Papier wurde nach Angaben des Anbieters seit dem letzten Test verändert. Es kostet im Handel im günstigsten Fall 16,97 Euro, im Internet sogar nur 12,75 Euro (ohne Versandkosten). Beim Test Foto-Tintendruckerpapier lag der Durchschnittspreis für die 20-Blatt-Packung bei 18,20 Euro.

Und was ist mit Lexmark?

Die Fotopapiere wurden nicht auf Druckern des vierten auf dem deutschen Markt vertretenen Herstellers Lexmark geprüft. Wer einen Lexmark besitzt, sollte zunächst das Ferrania OptiJet Photo Paper Glossy Premium Weight ausprobieren. Es zeigte mit Druckern der „großen“ drei Hersteller Canon, Epson und HP in der Druckqualität die ausgeglichensten Ergebnisse, hat aber Schwächen in der Haltbarkeit. Die Zehn-Blatt-Packung gibt es im Internet ab 4,70 Euro. Leider war das vielseitige Fotopapier schwer zu beschaffen.

Preiswertes Papier finden

In den Geschäften türmen sich diverse Fotopapiere für Tintenstrahldrucker, aber selten das gewünschte. Einfacher und oft auch zeitsparender ist der Kauf im Internet. Achten Sie darauf, ob das angebotene Papier genau das ist, das Sie haben wollen. Die Produkte haben oft sehr ähnliche Bezeichnungen.

Achtung: Beim Kauf per Internet verlangen fast alle Anbieter unterhalb einer gewissen Preisgrenze Versandkosten. Die machen den teilweise gebotenen Preisvorteil zumindest beim Kauf nur einer Packung Fotopapier zunichte. Achten Sie auch auf Brutto- und Nettopreise. Einige Händler geben zunächst nur die Nettopreise an und rechnen die Mehrwertsteuer erst ganz am Ende hinzu.

Kaufbeispiel: Wer nur eine Schachtel Geha Ink-Jet Papier Photo Glossy im Internet bestellt, zahlt auch beim günstigsten Anbieter www.bitspaper.de, den wir im Zeitraum unserer Preisrecherchen für dieses Produkt gefunden haben, deutlich mehr als im Handel: 12,75 Euro statt etwa 10 Euro im Geschäft.

Prinzipiell empfiehlt es sich, im Internet größere Mengen als nur eine Packung zu kaufen – aber erst nach einem gründlichen Blick in die Lieferbedingungen. bitspaper.de beispielsweise berechnet unabhängig von der bestellten Menge immer Versandkosten! Firmen wie amazon.de liefern ab 20 Euro Rechnungswert kostenlos. Aber: Viele Angebote sind nicht von amazon.de selbst, sondern von externen Versandhändlern mit abweichenden Lieferbedingungen.

Beispiele für günstige Anbieter unserer Internet-Preisrecherche sind:

  • www.amazon.de
  • www.atelco.de
  • www.bitspaper.de
  • www.cyberport.de
  • www.mindfactory.de
  • www.mypaper.de
  • www.prisma-ct.de
  • www.staples.de

Bei etwa zwei Dritteln der gefundenen Websites haben wir mit Testkäufen überprüft, ob die bestellte Ware auch geliefert wird. Nur in einem Fall gab es Komplikationen: Der Anbieter bezeichnete ein Fotopapier als nicht mehr erhältlich. Die Alternativbestellung bei einem anderen Shop verlief problemlos. Die Lieferzeiten lagen meist unter einer Woche, in einem Fall mussten wir allerdings mehr als zwei Wochen auf das Fotopapier warten.

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