Bei Duftwässern bieten Internet und Drogeriemärkte die meisten Schnäppchen, wie unser Preisvergleich zeigt. Doch es lohnt sich, auch woanders nach Preisknüllern zu suchen.

Die Zeit drängt. Wer sich erst auf den letzten Drücker um seine Weihnachtseinkäufe kümmert, wird kaum noch Zeit für ausgiebige Preisvergleiche finden. Dabei lohnen sie sich bei Duftwässern auf jeden Fall. Denn hier wird seit Jahren ein Preiskampf mit harten Bandagen geführt: Auf der einen Seite zahlreiche Drogeriemärkte und – stark im Kommen – über das Internet vertreibende Onlineparfümerien, bei denen der Kunde manchen Preishit findet – auch für Edelmarken. Und auf der anderen Seite stellen sich traditionelle Parfümerien und Kaufhäuser diesem Konkurrenzdruck mit einem besonders breiten Sortiment und zum Teil mit eindrucksvollen Sonderangeboten.

Wir haben uns rechtzeitig zum Weihnachtsfest auf dem Markt umgeschaut und die Preise von Eaux de Toilette verglichen, 21 für Damen, 10 für Herren. Die Produkte wurden auf der Basis aktueller „Hitlisten“ ausgewählt. Von Kiel bis München und von Saarbrücken bis Cottbus durchforsteten wir das Angebot von 27 Parfümerien, 15 Kaufhäusern und 26 Drogeriemärkten. Zusätzlich surften wir im Internet und recherchierten bei 10 Onlineparfümerien. Die Tabelle kann natürlich nur eine Momentaufnahme wiedergeben, Preise können sich ändern. Die Ergebnisse beweisen jedoch, dass es sich unbedingt lohnt, nicht gleich zu kaufen, sondern erst nach günstigen Angeboten Ausschau zu halten. Egal ob Parfümerie oder Internet: Die Chance für ein Schnäppchen bietet sich in jedem Geschäftstyp.

So fanden wir zum Beispiel das Eau de Toilette Cerutti 1881 Men im 100-Milliliter-Flakon meist zu Preisen von rund 50 Euro. In einigen Drogeriemärkten und im Internet wurde es jedoch auch schon für knapp 35 Euro angeboten. Und Bvlgari pour femme gab es im Kaufhaus, im Internet und in einigen Parfümerien schon für rund 76 Euro. Andere Parfümerien verlangten 20 Euro mehr für den 100-Milliliter-Flakon.

Zusatzkosten im Internet

Spitzenpreise fanden wir besonders häufig in der Parfümerie. Nur bei 3 der insgesamt 31 Produkte verlangten sie die niedrigsten Preise. Ein Vergleich der mittleren Preise macht klar, dass Parfümerien nach wie vor die tendenziell teuerste Einkaufsquelle sind, gefolgt von den Kaufhäusern. Bei ihnen halten sich Hoch- und Niedrigpreise die Waage – ein Teil der Duftwässer wurde zu Höchstpreisen, ein gleich großer aber auch besonders billig angeboten.

Bei den Drogeriemärkten und besonders bei den Internet-Parfümerien liegt das allgemeine Preisniveau etwas niedriger. Aber die Unterschiede sind insge­samt nicht gravierend. Beim Vergleich der mittleren Preise von Parfümerien und Internet-Parfümerien stellt sich heraus, dass die Differenz im Schnitt nur knapp sieben Prozent beträgt.

Auch wenn Internet-Parfümerien zum Teil mit besonderen Schnäppchen aufwarten, sind sie nicht durchweg die billigsten. Manchmal verlangen sie genauso viel wie die teuerste Parfümerie (zum Beispiel 62 Euro für Dolce & Gabbana Light Blue) oder sogar deutlich mehr, wie der absolute Höchstpreis von 65 Euro für Lagerfeld Man beweist. Und Achtung: Bei den Internet-Anbietern müssen meist zu­sätzliche Kosten für Verpackung, Versand und eventuell Nachnahmegebühren berücksichtigt werden (etwa 3 bis 7 Euro). Allerdings liefern viele Anbieter ab einem bestimmten Wert versandkostenfrei. Also auch am Bildschirm: Zuerst das Kleingedruckte lesen.

Nicht teurer durch den Euro

Einige der Eaux de Toilette für Herren aus unserer Tabelle hatten wir bereits im vergangenen Jahr im Preisvergleich, also noch zu DM-Zeiten. Klammheimliche Preisanhebungen im Zusammenhang mit der Euro-Umstellung lassen sich beim Blick auf die heute verlangten Preise in Euro nicht erkennen. Es gab nur leichte Abweichungen – aber sowohl nach oben als auch nach unten.

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