Preisschilder Ist Ihnen die Auszeichnung deutlich genug?

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Preisschilder - Ist Ihnen die Auszeichnung deutlich genug?
© Stiftung Warentest

Kleine Schrift, fehlende Angaben, verwirrende Gestaltung – Preisschilder an Laden­regalen sind nicht immer leicht zu entziffern. Das soll eine Norm bald ändern. Mehr als drei Jahre verhandelten im Deutschen Institut für Normung (Din) Einzel­händler und Verbraucher­verbände. Nun liegt ein Entwurf vor. Dem Din-Verbraucherrat geht der nicht weit genug. Welche Erfahrungen machen Sie als Kunde im Laden? Haben Sie Probleme, Preisschilder zu lesen? Machen Sie mit bei unserer Kurz­umfrage!

Der Grund­preis schafft Vergleich­barkeit

Wie muss ein Preisschild am Regal gestaltet sein, damit es für Kunden leicht erkenn­bar und deutlich lesbar ist? Das soll die Din-Norm 30605 „Darstellung der Angaben zu Gesamt­preis, Grund­preis und Verkaufs­einheit in der Verkaufs­stelle“ künftig fest­legen. Bei der Kritik des Din-Verbraucherrats an dem nun vorliegenden Entwurf geht es vor allem um den Grund­preis. Neben dem tatsäch­lich zu zahlenden Gesamt­preis, etwa für ein 250-Gramm-Glas Marmelade, gibt der Grund­preis an, wie viel eine einheitliche Menge kostet – zum Beispiel 100 Gramm. Damit lassen sich Preise einfach vergleichen, auch wenn die Anbieter jeweils unterschiedlich viel Marmelade in ihre Gläser füllen. Auch Mogel­packungen oder versteckte Preis­erhöhungen sind über den Grund­preis leichter zu entlarven.

Zum Nach­schauen in die Hocke gehen

Während der Gesamt­preis in der Regel leicht zu erkennen ist, verschwindet der Grund­preis oft im Klein­gedruckten des Preis­schilds. Der neue Norm-Entwurf macht daher Vorgaben zur Schrift­größe des Grund­preises. Der Din-Verbraucherrat bemängelt allerdings, dass eine gute Leserlich­keit der Preis­angaben durch den Norm-Entwurf nicht erreicht wird, wenn Verbraucher Preis­angaben an den oberen oder unteren Regalen lesen wollen, die weiter als eine Armlänge entfernt sind. In einer Stellungnahme heißt es: „Der Verbraucherrat kritisiert, dass der aktuelle Norm-Entwurf von Verbrauchern verlangt, in die zu Hocke gehen, um zu lesen wie hoch der Grund­preis eines Produkts im untersten Regal ist.“ Roll­stuhlfahrer oder kleinere Personen, die sich über Grund­preise in den oberen Regalen informieren wollten, seien auf Hilfe angewiesen.

Ihre Erfahrungen sind gefragt

Noch bis 14. August haben Verbraucher die Gelegenheit, den auf der Website des Din veröffent­lichten Norm-Entwurf zu kommentieren. Dafür ist eine Registrierung erforderlich. Kritik und Anregungen können aber auch über ein Onlineformular direkt an eine Mitarbeiterin des Verbraucherrats geschickt werden. Auch wir sind an Ihren Erfahrungen interes­siert. Teilen Sie uns mit, wie zufrieden Sie mit der Lesbarkeit von Preisschildern sind!

Wie wichtig ist der Grundpreis? Wie häufig achten Sie beim Einkaufen auf den Grundpreis eines Produkts (z.B. Euro 3,99/100g)?

Die Umfrage ist bereits beendet.

Immer
45.37% 323
Oft
48.60% 346
Selten
4.78% 34
Nie
0.98% 7
Gesamtbeteiligung:
712
Info:
Die Umfrage ist nicht repräsentativ.

Wie gut ist alles zu erkennen? Können Sie den Grundpreis und die dazugehörige Mengenangabe auf Preisschildern an Selbstbedienungsregalen leicht erkennen und lesen?

Die Umfrage ist bereits beendet.

Immer
5.22% 36
Oft
43.77% 302
Selten
49.42% 341
Nie
1.30% 9
Gesamtbeteiligung:
690
Info:
Die Umfrage ist nicht repräsentativ.

Wie zufrieden sind Sie? Wie gut können Sie die Grundpreise und die dazugehörige Mengenangabe auf den Preisschildern der untersten und obersten Regale lesen?

Die Umfrage ist bereits beendet.

Alles in Ordnung, ich kann die Grund­preise problemlos lesen, wenn ich vor dem Regal stehe.
19.85% 135
Ich ärgere mich, weil ich die Grund­preise nur lesen kann, wenn ich in die Hocke gehe oder mich auf die Zehenspitzen stelle.
75.00% 510
Ich muss um Hilfe bitten, wenn ich die Grund­preise in den untersten und obersten Regalen lesen will.
4.85% 33
Gesamtbeteiligung:
680
Info:
Die Umfrage ist nicht repräsentativ.

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12 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Clave am 13.09.2017 um 10:09 Uhr
ärgerliche: variables Bezugsgewicht

Bei Tomaten und Käse habe ich sehr oft gesehen, dass in einem Regal der Grundpreis für günstige Produkte pro kg und für teurere pro 100g angegeben wird. Ich muss also immer ein Komma hin und her schieben, wenn ich 2 Sorten vergleiche.

Wasserglas7090 am 31.08.2017 um 13:00 Uhr
Bezugsgröße und Position

Mich ärgert die Variation der Bezugsgröße auch innerhalb einer Produktgruppe. Einmal Kilo, daneben dann100 Gramm.
Wichtig ist auch der Winkel der Anbringung. Wenn ich mich bücke --- warum sollte ich das als Verbraucher überhaupt tun? die wollen mir doch was verkaufen! --- dann habe ich das Problem, dass ich durch die Gleitsichtbrille doch nicht ablesen kann, was da steht. Also fehlt für mich die Preisauszeichnung de facto.
Aktuell erst wieder passiert an einer Gefriertruhe. Preisschilder an der Außenseite, auf Oberschenkelhöhe, senkrecht angebracht. Keine Chance! Naja, die Kalorien von dem Artikel blieben im Geschäft, nicht auf meiner Hüfte. Und das Geld blieb im Geldbeutel. Hat was.

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.08.2017 um 14:54 Uhr
Grundpreis

@mungo1: Der Vorteil vom Grundpreis ist die eindeutige Angabe, wie viel 100 g. bzw. 1 Kilogramm des Produktes kosten. Wenn sich die Produktmenge in der Verpackung ändert, z.B. weniger Inhalt beim gleichen ausgezeichneten Produktpreis, erhöht das automatisch den Grundpreis. Damit wird auf jeden Fall sofort eine Preiserhöhung deutlich, vorausgesetzt man kennt die ursprüngliche Menge und den Preis. (spl)

mungo1 am 28.08.2017 um 13:56 Uhr
Verwirrung

Die klein geschriebenen Preis pro 1000 bzw 100 gramm der sogenannte grundpreis sind ja ganz schön.Nur kann ich jedem raten sich sämtliche Preise des abgepackten Produkts zu notieren!
Denn was bringt mir der Grundpreis der sich nicht ändert,aber die packungsinhale permanent
von ihrem Inhalt her. Beispiel 280gr. 4Wochen später 240gr. 300ml. demnächst 250ml.
und so weiter.Der Grundpreis ist immer gleich.Ich finde es einfach toll.

Scout70 am 28.08.2017 um 13:16 Uhr
Viele Verstöße - keine Konsequenz

Es gibt das Preisauszeichnungsgesetz, es gibt die Pflicht den Grundpreis zu benennen, es gibt die Pflicht das Ursprungsland zu benennen... Es gibt diese Pflichten - doch keine Konsequenz bei Unterlassung diese Pflichten!
Wir brauchen mehr Kontrollen und entsprechende Bußgelder, die für Händler nicht aus der Portokasse bezahlt werden, sondern dazu beitragen, ein Umdenken bei den Händlern, den Geschäftsführern und Filialleitern zu bewirken.
Ich ärgere mich fast bei jedem Einkauf darüber, dass ich nach Preisen suchen, einen Mitarbeiter fragen oder an der Kasse einen Preis ermitteln lassen muss.
Autofahrer werden wegen jeder Kleinigkeit zur Kasse gebeten, doch dieser Art Verstöße im Einzelhandel sind offenbar Kavaliersdelikte... Doch da sind Millionen betroffen!