Der Weg ins Rabattparadies ist noch immer versperrt: vom Paragraphendschungel des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Darin verhedderte sich die Textilkette C&A mit ihrem 20-prozentigen Preisnachlass Anfang des Jahres. Das UWG erlaubt zwar einzelne Sonderangebote, verbietet aber groß angelegte, befristete Rabattaktionen, die quer durchs Sortiment gehen ­ mit Ausnahme von Firmenjubiläen, Sommer- und Winterschlussverkauf. Der Verbraucherzentrale Bundesverband forderte schon im Herbst, das UWG zu ändern. Eine Arbeitsgruppe im Bundesjustizministerium prüft die Regelungen, doch eine Gesetzesnovelle ist noch ungewiss. Sie sollte mehr Freiraum für kreative Sonderverkäufe bringen und Verbraucher vor unseriöser Werbung schützen ­ vor günstigen Preisen aber nicht.

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