Preiselbeeren Meldung

Im Wald und auf der Heide reifen jetzt die Preiselbeeren. Anders als in Skandinavien ist die Ausbeute bei uns meist nicht üppig. Abgesehen davon mindern auch noch mögliche Gesundheitsgefahren durch den Fuchsbandwurm die Sammelleidenschaft. Deshalb ist es gut, dass es auch noch Cranberries gibt. Moosbeeren heißen sie hierzulande und sie sind mit den Preiselbeeren verwandt. Sie wachsen in Nordamerika und werden dort auch gezüchtet. Im Herbst sind sie frisch auch in unseren Supermärkten zu finden.

Cranberries sind etwa dreimal so groß wie Preiselbeeren, ihr Geschmack ist ähnlich säuerlich herb, aber insgesamt milder. Man kann sie gut auch roh essen.

Beide Beerenarten sind reich an Mineralstoffen und Vitamin C. Und beide enthalten geschmacksgebende Tannine (Gerbstoffe) und färbende Pro-Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe verleihen den Beeren auch ihre medizinische Wirksamkeit, vor allem bei Erkrankungen der Harnwege. Sie verhin­dern, dass sich Kolibakterien, die für Blasenentzün­dungen im Wesentlichen verantwortlich sind, an der Schleimhaut des Harntrakts festsetzen und dort vermehren.

Studien zufolge erkranken Frauen, die regelmäßig vorbeugend Cranberries oder Preiselbeeren essen, bis zu 40 Prozent seltener an Blaseninfektionen.

Also ran an die Beeren. Bereiten Sie einmal ein Cranberry-Chutney mit Äpfeln und Ingwer. Es schmeckt köstlich zu Wild- und Geflügel und lässt sich auf Vorrat einkochen. Preiselbeerkompott oder -saft gibt es im Handel. Wobei gezuckerte Produkte bei einer bereits bestehenden Blaseninfektion nicht sinnvoll sind, da der Zucker das Bakterien-wachstum fördert. Dann aber sind Kapseln, Tropfen oder Lutschtabletten aus der Apotheke oder dem Reformhaus eine mögliche Alternative zu Antibiotika.

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