Preise und Beratung in Elektronikmärkten: Mit expert „gut“ beraten

Interview: Infos erst einmal setzen lassen

Wer gut vorbereitet ist, spart kostbare Nerven, Zeit und Geld.

Wie sieht gute Beratung aus?

Sie muss zuerst klären, wie der Kunde das Produkt nutzt: Will er mit der Digicam spontan Fotos machen, um sie per E-Mail zu verschicken oder ist er passionierter Hobbyfotograf? Neben Details zum Gerät sollten Energieeffizienz, Endpreis, Betriebskosten sowie Folge- und Lieferkosten Bestandteil der Beratung sein.

Wie sollte man sich vorbereiten?

Bei größeren Geräten ist es ratsam, eine Skizze vom Wunsch-Stellplatz mit den Abmessungen mitzu­bringen. Dann passt der neue Flach-LCD auch dorthin. Generell gilt: Wer vorab unabhängige Fachinformationen eingeholt hat, stellt dem Verkäufer die richtigen Fragen.

Das klingt anstrengend.

Deshalb sollten sich Informationen auch erst einmal „setzen“. Nur weil man mich zehn Minuten berät, muss ich nicht sofort mit zur Kasse kommen. Beratung gehört zum Geschäft.

Und was ist bei falscher Beratung?

Fehlen dem Produkt Eigenschaften, die im Gespräch zugesichert wurden, kann der Kunde reklamieren. Allerdings muss er die Falschberatung beweisen – und das ist schwierig. Wer sichergehen will, kann sich wichtige Eigenschaften vor dem Kauf schriftlich zusichern lassen.

Was kritisieren Verbraucher sonst noch an Fachmärkten?

Unübersichtliche, große Verkaufsräume und überquellende Regale. Ebenfalls bemängelt wird, wenn die Verkäufer nicht erkennbar sind. Einheitliche T-Shirts machen also durchaus Sinn.

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