Preisdatenbanken Virtuelle Preisjagd

26.09.2002

Der Name ist Programm: Preisdatenbanken wie guenstiger.de, preistrend.de und schnaeppchenjagd.de verheißen den Einkauf zu Tiefstpreisen. test hat zwei Monate lang nach den günstigsten Angeboten für mehr als 50 Produkte gesucht. Die Preise wurden mit den Preisempfehlungen der Hersteller und Preisen aus dem normalen Handel verglichen. Ergebnis: Die Datenbanken fanden meist das günstigste Angebot. Bis zu 45 Prozent Ersparnis gegenüber der Herstellerempfehlung waren drin. Allerdings müssen Schnäppchenjäger genau hingucken: Die wenigsten Anbieter nennen die Versandkosten.

Inhalt

Selten alles inklusive

Nur bei mcwin.de sind die Versandkosten generell im Preis enthalten. Drei weitere Anbieter nennen immerhin die voraussichtlichen Lieferkosten direkt auf der Angebotsseite (getprice.de, guenstiger.de und preistrend.de). Alle anderen erwähnen die Lieferkosten entweder selten, gar nicht oder weisen sie teilweise sogar falsch aus.

Schnell zugreifen

Wer ein echtes Schnäppchen entdeckt hat, sollte schnell zuschlagen: Die Preise variieren stark innerhalb kurzer Zeit. So fiel zum Beispiel der Preis eines DVD-Rekorders von Panasonic von 1.081 Euro auf 876 Euro, um kurz darauf wieder auf 960 Euro zu steigen. Ein gutes Hilfsmittel, um das Preisniveau einschätzen zu können, bieten evendi.de und guenstiger.de: Ein Preis-Chart zeichnet die Preisschwankungen der vergangenen Monate nach.

Keine Beratung

Ein Nachteil im Internet: Es findet keine persönliche Beratung statt und die Beschreibungen sind selten aussagekräftig. Wer Preisdatenbanken nutzt, sollte vorher wissen, was er will und eine Vorstellung vom Preis haben. Zwar gibt es bei online-Bestellungen ein Rückgaberecht, doch Kosten und Sicherheit des Rücktransports wälzen die Händler gern auf ihre Kunden ab.

Angaben ohne Gewähr

Wenn die Datenbank einen günstigeren Preis als der Händler nennt oder einen Gebrauchtartikel als Topangebot anpreist, gilt die Händlerangabe. Der entgangene Vorteil kann nicht bei der Datenbank eingefordert werden.

  • Mehr zum Thema

    Zoll­rechner Zoll und Steuern bei Internet-Bestel­lungen im Ausland

    - Bei Online-Käufen außer­halb der EU werden Steuern und Zoll fällig. Paket­dienste verlangen Extra-Gebühren. Unsere Infos zu Zoll und Steuern und unser Zoll­rechner helfen!

    BGH-Urteil zu Paypal und Sofort­über­weisung Onlineshops dürfen Zahlungs­gebühr verlangen

    - Bei Onlinekäufen dürfen Händler von den Kunden Gebühren für die Nutzung von Paypal oder Sofort­über­weisung erheben. Sie müssen aber ein kostenfreies Zahlungs­mittel...

    Online-Shopping Sicher vor Betrug im Internet

    - Armband­uhr, Heckenschere, Auto oder Versicherung – im Netz gibt es fast alles. Für Kunden ist das praktisch, für Kriminelle eine Einladung: Laut einer Bitkom-Befragung...