Die Verbraucher in Deutsch­land haben nach Ermitt­lungen des Bundes­kartell­amtes jahre­lang zu viel für Spül-, Wasch- und Reinigungs­mittel bezahlt. Die Firmen Henkel und Reckitt Benckiser haben Preis­erhöhungen für ihre Marken Calgonit, Somat, Vanish Oxi Action, Sil, Cilit Bang und Bref abge­sprochen, so die Wett­bewerbs­hüter. „Die Zeche zahlte der Verbraucher“, erklärte Kartell­amts­präsident Andreas Mundt. Das Bundes­kartell­amt verhängte gegen Reckitt Benckiser Strafen von rund 24 Millionen Euro. Henkel, mit dem sich Reckitt Benckiser abge­sprochen hatte, ging dagegen straffrei aus: Die Firma hatte die Kartell­wächter 2010 selbst über die illegalen Absprachen informiert und trat als Kronzeuge auf. Weitere Kartell­verfahren gegen acht Unternehmen der Branche sowie den Marken­verband dauern an.

Preisabsprachen bei Spülmitteln Meldung

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