Preis für Verbraucherjournalismus Meldung

Verbraucherschutzministerin Renate Künast bei ihrer Laudatio.

WDR 2 ist 2005 Sieger des von der Stiftung Warentest ausgeschriebenen Preises für Verbraucherjournalismus. Platz zwei teilen sich der Deutschlandfunk und das Programm 88acht des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Heute wurden in Berlin die Preise übergeben. Verbraucherschutzministerin Renate Künast hob in ihrer Laudatio die Rolle eines qualitativ hochwertigen Journalismus auf dem Weg zum aufgeklärten Verbraucher hervor. Dazu gehöre auch das Radio. Für viele Menschen sei es „ein ständiger und unverzichtbarer Begleiter des Alltags.“

Quintessenz: Eine Marke

Preis für Verbraucherjournalismus Meldung

Ralph Sina und Wolfgang Landmesser von WDR2 nehmen ihren Preis entgegen.

Den ersten Preis in Höhe von 3 500 Euro übergaben Ministerin Künast und Stiftungsvorstand Dr. Werner Brinkmann an Ralph Sina und Wolfgang Landmesser von WDR 2. Das Programm überzeugte durch die Vielfalt der Themen, die journalistische Aufbereitung der einzelnen Beiträge, die unterhaltsam sind, ohne an Tiefe einzubüßen, sowie das durchdachte Konzept mit festen Rubriken für Verbraucherthemen. Mit der Sendung „Quintessenz“ hat WDR 2 darüber hinaus eine Marke im Verbraucherjournalismus geschaffen, die seit Jahrzehnten Service auf hohem Niveau bietet. In seinen Dankesworten sagte Sina, oft gebe es erstaunte Reaktionen von Hörern, die mit dieser Sendung groß geworden und Jahre später mal wieder im Sendegebiet seien. „Euch gibts ja immer noch“, sagten die dann. „Ja, uns gibts immer noch, sage ich dann stolz.“

Deutschlandfunk und rbb auf Platz zwei

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Rainer Bittermann vom Deutschlandfunk mit Ministerin und Urkunde.

Den zweiten Platz mit einem Preisgeld von jeweils 2 000 Euro teilen sich der Deutschlandfunk und das Programm 88acht des rbb. Beim Deutschlandfunk zeigte sich die Jury besonders beeindruckt von der großen Vielfalt der Themen, die der Sender kontinuierlich mit großem Tiefgang sendet. Verbraucherinformation, so Laudator Michael Jungblut, finde beim Deutschlandfunk in zahlreichen Sendungen statt, zum Beispiel im wöchentlichen „Marktplatz“, in dem knapp zwei Stunden lang mehrere Experten zu einem Thema interviewt werden und live Hörerfragen beantworten.

Unterschiedliche journalistische Formen

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Angelika May vom rbb Stadtradio 88acht freut sich über den zweiten Platz.

Beim Sender rbb 88acht würdigte die Jury die unterschiedlichen journalistischen Formen, in denen Verbraucherinformationen gesendet werden. Das Programm bringe unterhaltsame, verbrauchernahe Informationen, binde die Hörer ein und habe darüber hinaus mit der „Expertenrunde“ am Samstag eine unverwechselbare Sendung geschaffen, die alle Zeitläufe überdauert habe und bei den unterschiedlichsten Problemen konkrete Hilfestellung biete. Laudator Axel Buchholz hob den Mut der Sender hervor, auch längere Beiträge als solche von maximal einer Minute dreißig über ein Thema zu bringen - eine Grenze, bei der bei vielen Sendern Schluss sei.

27 Bewerbungen

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Stiftungsvostand Werner Brinkmann (3.v.r.) mit allen Preisträgern.

Beworben hatten sich in diesem Jahr 27 Hörfunkprogramme. Der jährlich vergebene Preis soll die Verbraucherberichterstattung in deutschen Medien fördern und gilt diesmal den Hörfunkprogrammen. Er bewertet nicht einzelne Beiträge, sondern das redaktionelle Konzept der regelmäßigen, unabhängigen und nutzwertorientierten Verbraucherinformation. Die Jury bestand aus folgenden Journalisten: Dr. Wilm Herlyn, Chefredakteur der Deutschen Presse Agentur; Prof. Dr. Volker Wolff, Leiter des Journalistischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz; Dr. Axel Buchholz, ehem. Stv. Programmdirektor des Saarländischen Rundfunks und Honorarprofessor an der Uni Mainz; Annette Milz, Chefredakteurin des Medium Magazins; Michael Jungblut, ehem. Leiter der Hauptredaktion Wirtschaft und Umwelt beim ZDF; Hubertus Primus, Bereichsleiter Publikationen bei der Stiftung Warentest und Chefredakteur von test; Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztest.

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