Gesetzlich Kranken­versicherte können die 10 Euro Praxis­gebühr, die sie pro Quartal für den Zahn­arzt- und Arzt­besuch zahlen müssen, nicht wie die Kranken­versicherungs­beiträge als Sonder­ausgaben absetzen. Das hat der Bundes­finanzhof abge­lehnt (Az. X R 41/11).

Sie können jedoch die Praxis­gebühr als Krank­heits­kosten im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen geltend machen, entschied das Finanzge­richt Baden-Württem­berg (Az. 4 K 1053/09).

Tipp: Sammeln Sie alle Belege für Ihre Krank­heits­kosten – zum Beispiel für Fahrt­kosten zum Arzt, Ihre Zuzah­lungen für Brille, Zahn­spange oder Kur. Denn außergewöhnlichen Belastungen – dazu gehören auch Scheidungs­kosten, wirken sich erst über der zumut­baren Eigenbelastung aus. Die beträgt 3 600 Euro (6 Prozent) bei einem Ehepaar ohne Kinder mit 60 000 Euro Einkünften im Jahr.

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