Praxisgebühr Meldung

Die neue Praxisgebühr ist auch ein Fall für das Finanzamt. Das Bundesfinanzministerium hat klargestellt, dass Ärzte sie als Betriebseinnahmen abrechnen müssen. Für Patienten steht schon länger fest, dass die Gebühren Krankheitskosten sind, die sie als außergewöhnliche Belastungen absetzen können.

Vorher zieht das Finanzamt bei ihnen aber eine zumutbare Belastung ab. Sie beträgt je nach Verdienst und Familienstand bis zu 7 Prozent der Einkünfte. Eine allein stehende Frau mit zwei Kindern und Einkünften von 20 000 Euro muss sich bereits 3 Prozent anrechnen lassen. Das sind 600 Euro.

Nur wenn Krankheitskosten über der zumutbaren Belastung liegen, können Patienten Steuern sparen. Allein mit der Praxisgebühr schafft das kaum jemand. Doch wenn zum Beispiel noch selbst bezahlte Zahnarztrechnungen dazu- kommen, kann es mit der Steuerersparnis beim Finanzamt klappen.

Tipp: Heben Sie die Belege für die Praxisgebühr auch dann auf, wenn Sie bisher weniger als die zumutbare Belastung für Krankheiten ausgegeben haben. Bis zum Jahresende können Ihre Krankheitskosten noch steigen.

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