Praxisgebühr Meldung

Krebsvorsorge: Für die Tastuntersuchung der Brust dürfen Frauenärzte keine Praxisgebühr verlangen. Einige tun es trotzdem.

Unrechtmäßig abkassiert? Immer wieder ­berichten Finanztest-Leser über Ärger mit der Praxisge­bühr. Probleme gibt es bei Vorsorgeuntersuchungen, aber auch, wenn jemand in einem Quartal mehrere Ärzte aufsucht.

Finanztest-Leser Wolfgang Spakowsky musste doppelt zahlen: Er ging mit akuten Ohrenschmerzen zum HNO-Arzt und schaffte es nicht, vorher eine Überweisung des Hausarztes zu holen. Deshalb musste er die ­Praxisgebühr von 10 Euro ein zweites Mal bezahlen. Er reichte die Überweisung nach, bekam aber sein Geld nicht zurück.

Das ist leider rechtens. Akut Kranke müssen deshalb oft doppelt zahlen. Manche Ärzte sind so kulant, dass sie die 10 Euro zurückgeben, wenn der Patient noch im gleichen Quartal die Überweisung vorlegt. Doch verpflichtet sind sie dazu nicht. Geht jemand zur Vorsorgeuntersuchung, zum Beispiel beim Frauenarzt, dürfen Ärzte hingegen keine ­Praxisgebühr verlangen. Nur wenn der Arzt behandelt oder ein Rezept ausstellt, werden 10 Euro fällig. Doch manche Ärzte oder Zahnärzte kassieren bei Vorsorgeuntersuchungen unrechtmäßig.

Solche Fälle sollten Versicherte der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) melden. Fällt ein Arzt oft nega­tiv auf, kann sie disziplinarisch gegen ihn vorgehen. Welche KV zuständig ist, erfahren Patienten vom Arzt oder ihrer Kasse.

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