Praxisgebühr Meldung

Mit dem „Hausarztmodell“ gegen die Praxisgebühr.

Dank der Initiative von Kassen geht es mit der Praxisgebühr zu Ende.

Patienten, die sich an einem Hausarztmodell beteiligen, sollen die Praxisge­bühr nicht mehr entrichten müssen. Diese Initiative haben jetzt große Krankenkassen gestartet: Der Patient sucht – außer in Not­fällen – zunächst seinen Hausarzt auf, der die Behandlung übernimmt und ihn bei Bedarf an Spezialisten überweist.

Die Regelung ist umfassender als die „hausarztzentrierte Versorgung“: Die Kasse kann einen Teil der Praxisgebühren erlassen, wenn alle Vorsorgetermine genutzt werden oder chronisch Kranke an einem Therapie­pro­gramm teilgenommen haben. Mitglieder der Barmer-Krankenkasse erhalten dann zum Beispiel auf alle nachgewiesenen Zuzahlungen eine jährliche Erstattung der Praxisgebühr von maximal 40 Euro („Payback­system“). Etliche weitere Kassen haben den Abschied von der Praxisgebühr in Aussicht gestellt. Die AOK planen ähnliche patientenorientierte Modelle. In Baden-Württemberg gibt es bereits ein Projekt, an dem sich 100 Ärzte beteiligen. Auch die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) und die Techniker Krankenkasse (TK) wollen Hausarztmodelle entwickeln oder bieten sie bereits an. Das Hausarztmodell soll die Patientenversorgung verbessern und Kosten sparen, so durch Vermeiden von Doppelunter­­­­su­chungen. Für Berufstätige kann es zeitraubend sein: Sie müssen zweimal zum Arzt, anstatt gleich einen Spezialisten anzusteuern.

Tipp: Fragen Sie nach, was Ihre Kasse bietet.

Dieser Artikel ist hilfreich. 239 Nutzer finden das hilfreich.