Nachlassende Manneskraft: Gegen den Abwärts-Trend

Die Wechseljahre des Mannes gibt es so nicht, wohl aber das Nachlassen der Manneskraft, wissenschaftlich das „partielle Androgendefizit des alternden Mannes”(PADAM): Die Testosteronproduktion der Hoden nimmt ab und ein Eiweißstoff im Blut, der das freie und damit wirksame männliche Hormon abfängt, wird verstärkt gebildet. Folgen sind Verminderung der Muskelkraft, Zunahme des Fettgewebes, Hitzewallungen, Antriebsarmut, eventuell depressive Verstimmungen, nachlassende Libido und Potenz.

Hilft es, fehlendes Testosteron zu ergänzen? Kapseln wie Andriol reichen meist nicht aus, um genügend Testosteron ins Blut zu schleusen. Mit Pflastern wie Androderm oder einer Injektionslösung (wie Testiviron Depot) gelingt das besser. Diese Therapie lindert Symptome des nachgewiesenen (!) Testosteronmangels und kann vor allem bei Männern mit koronarer Herzkrankheit, Osteoporose oder Depressionen die Lebensqualität erhöhen. Männer mit Atemaussetzern beim Schlafen (Apnoe), zu vielen roten Blutkörperchen (Polyglobuli) oder vergrößerter Prostata dürfen kein Testosteron bekommen. Gegen Potenzprobleme hilft es übrigens lediglich in 10 Prozent der Fälle (siehe Handbuch Selbstmedikation).

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