Postbank Zinssammler Zertifikat Meldung

6 Prozent im ersten Jahr ­verspricht das Postbank Zinssammler Zertifikat. Die Zinsen für die weiteren Jahre hängen von der Börse ab. Maximal 6 Prozent pro Jahr sind möglich, Anleger sollten aber mit deutlich weniger rechnen.

Das Papier wird am 7. Dezember aufgelegt und läuft sechs Jahre. Die Zeichnungsfrist endet am 6. Dezember. Der Käufer zahlt als Gebühr einen Ausgabeaufschlag von 3 Prozent auf die Anlagesumme, die Rückzahlung der Anlagesumme ist zum Laufzeitende garantiert.

Wie hoch die Zinsen vom 2. bis zum 6. Jahr sind, hängt von einem Aktienkorb ab, der 20 Aktien dividendenstarker Unternehmen enthält, zum Beispiel Axa, Eon, Nippon Steel und Vodafone.

Notieren nach einem Jahr (Stichtag ist jeweils der 30. November) nicht mehr als drei dieser Aktien unter 90 Prozent ihres Einstandskurses zu Beginn der Laufzeit, bekommen die Sparer für das Folgejahr nochmals 6 Prozent gutgeschrieben.

Wird das Ziel nicht erreicht, gilt eine neue Bemessungsgrundlage: Anleger erhalten 2 Prozent, wenn nicht mehr als 3 Aktien unter 70 Prozent notieren. Wird auch diese Bedingung nicht erfüllt, gibt es im Folgejahr keine Zinsen. Summieren sich die Zinskupons der einzelnen Jahre auf 14 Prozent, zahlt die Postbank einen Zusatzbonus. Erreicht man zum Beispiel im ersten Jahr 6, im zweiten Jahr 2 und im dritten Jahr wieder 6 Prozent, dann gibt es auch in den Folgejahren 6 Prozent.

Anleger sollten jedoch die Kursschwankungen (Volatilität) an den Börsen nicht unterschätzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass von 20 Aktien nicht mehr als drei unter 90 Prozent ihres Einstandskurses fallen, ist gering. Im Moment sind die Börsen überdies auf einem hohen Niveau. Ein Kursrutsch verdirbt schnell alle Renditechancen der Zinssammleranleihe.

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