Postbank Gewinn-Sparen Schnelltest

Angebot: „Gewinn-Sparen“ nennt die Postbank ihr neues Angebot für Spareinlagen ab 2 500 Euro. Sie kombiniert darin Sparen mit ein bisschen Glücksspiel. Der Sparer erhält einen von der Höhe seines Guthabens abhängigen Basiszinssatz von zurzeit 0,5 bis 1,8 Prozent. Dazu kommt ein Gewinnbonus, der von den beiden Endziffern der Gewinnzahlen in den monatlichen Hauptziehungen der Aktion Mensch abhängt. Zum Beispiel gibt es für die Endziffern von 00 bis 20 für diesen Monat nur einen Bonus von 0,25 Prozent, für Endziffern von 41 bis 60 gibt es 1,25 Prozent, bei den Ziffern 81 bis 98 schreibt die Postbank einen Bonus von 2,25 Prozent gut.

Für die Spareinlagen stellt die Postbank wahlweise ein Sparbuch oder eine Sparcard aus. Bis zu 2 000 Euro pro Monat sind frei verfügbar. Höhere Summen muss der Kunde mit einer Frist von drei Monaten kündigen.

Vorteile: Die Höhe des jährlichen Bonus ist weitaus weniger Glückssache, als es klingt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent wird der Bonus zwischen 0,75 und 1,65 Prozent liegen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Sparer einen Bonus über 1 Prozent erhält, liegt bei rund 90 Prozent. Der mittlere Gewinnbonus beträgt 1,2 Prozent. Die Durchschnittsrendite aus Basiszins und Bonus gehört ab einer Einlage von 5 000 Euro zu den Spitzenrenditen für kurzfristig verfügbare Sparanlagen.

Auch hohe Summen sind durch die Einlagensicherung voll geschützt.

Mit der Sparcard kann der Kunde an Postbank-Automaten kostenlos Geld abheben. Im Ausland sind pro Jahr vier Abhebungen an Visa-Plus-Geldautomaten kostenlos. Nebenbei springt etwas für einen guten Zweck heraus: 1 Prozent der Bonussumme spendet die Postbank der Aktion Mensch.

Nachteile: Die Rendite kann etwas niedriger ausfallen als erhofft. Für längerfristige Anlagen gibt es höhere Zinsen.

Fazit: Das Postbank-Gewinnsparen ist ab einer Anlagesumme von 5 000 Euro eine gute Alternative zum traditionellen Sparbuch und zu Tages- oder Festgeldkonten.

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