Postbank Meldung

Wer bei der Postbank ein kostenloses Girokonto haben will, muss jetzt 1 250 Euro im Monat mitbringen.

Künftig hat bei der Postbank wohl nur die betuchtere Kundschaft das Glück, ein Girokonto zum Nulltarif zu bekommen. Seit dem 1. November 2004 hat die Bank die Freigrenze für kostenlose Kontoführung um 250 Euro auf 1 250 Euro erhöht. Bei monatlichen Geldeingängen unterhalb dieser Grenze muss der Kunde 5,90 Euro für die Kontoführung bezahlen.

Als Geldeingang akzeptiert die Postbank nur noch bargeldlose Geldeingänge. Vorher war es möglich, das Geld in bar am Schalter einzuzahlen. Für zwei Drittel der rund 4,3 Millionen Kunden, darunter alle, die unter 26 Jahre alt sind, bleibt das Konto nach Aussage der Postbank kostenlos. Das würde bedeuten, dass immerhin 1,4 Millionen Kunden die höhere Freigrenze nicht schaffen.

Wer die neue Freigrenze nicht erreicht, zahlt für das Konto mit Kreditkarte rund 90 Euro im Jahr. Damit gehört das Postbank-Konto zu den teuren Girokonten. Wir halten einen Jahrespreis bis 80 Euro für ein Konto bei einer Filialbank für akzeptabel.

Dafür, dass die Postbank immer mehr Kunden mit höheren Einkommen im Visier hat, spricht auch das neue Girokonto extra plus. Das ist kostenlos für alle mit einem monat­lichen Geldeingang von 3 000 Euro, inklusive Maestro-, Kreditkarte und einem Wertpapierdepot mit Anlagekonto. Unterhalb der Freigrenze kostet das Konto 9,90 Euro im Monat, aufs Jahr gerechnet fallen rund 120 Euro an.

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