Porto Päck­chen und Pakete werden teurer

Porto - Päck­chen und Pakete werden teurer
Wenn der Post­mann um die Ecke biegt: DHL zieht die Preise an. © picture alliance / Jan Woitas / dpa-Zentralbild / dpa

DHL zieht die Preise im neuen Jahr 2020 für den privaten Versand an. Pakete zu verschi­cken wird zum Teil fast 12 Prozent teurer. Betroffen sind der Versand in der Filiale genauso wie die Online­frankierung. Auch bei der Trans­port­versicherung und dem Nach­nahme-Service gibt es Preissteigerungen. Nur bei den kleinsten Päck­chen ändert sich nichts.

Nach den Geschäfts­kunden sind nun private Versender dran

Mehr­fach hat der Zustellungs­dienst DHL in den letzten Jahren die Versand­kosten für Geschäfts­kunden ange­hoben. Jetzt sind die Preise für private Päckchen und Pakete dran: Das Porto für den Versand von einer Filiale aus wird teurer, aber auch für die meist güns­tigere Online­frankierung, bei der der Kunde den Versandzettel ausdruckt und das Paket anschließend in eine DHL-Paketbox bringt. So klettert etwa der Preis für den Versand des Pakets L bis 10 Kilo bei der Online-Frankierung von 8,49 Euro auf 9,49 Euro, in den Filialen gibt es bei dem Produkt eine Preissteigerung von 9,49 auf 10,49 Euro.

Keine Änderung beim kleinsten Päck­chen

Bei der kleinsten Variante, dem Päck­chen S bis 2 Kilo mit Abmessungen von 35 X 25 X 10 Zenti­metern gibt es dagegen keinerlei Änderung: Sein Versand kostet nach wie vor bei beiden Varianten 3,79 Euro. Der Preis für den Filial­versand des Pakets bis 5 Kilo bleibt ebenfalls unver­ändert. Weitere Preissteigerungen gibt es bei der Trans­port­versicherung bis 2 500 Euro und beim Nach­nahme-Service. Nach Angaben der DHL werden Preise um durch­schnitt­lich 3 Prozent ange­hoben. Als Gründe für die Porto­erhöhung gibt das Unternehmen gestiegene Trans­port- und Personal­kosten an.

Oft Ärger mit Post­versand und DHL

Über DHL und und die Deutsche Post AG häufen sich die Beschwerden. So gingen allein 2018 bei der Bundes­netz­agentur 12 615 schriftliche Beschwerden zu Post­dienst­leistungen ein – mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2017. Rund die Hälfte davon betraf den Brief­versand. Die Stiftung Warentest hat über das Thema Postärger bereits ausführ­lich berichtet. Zudem erreichen uns häufig Briefe und E-Mails von wütenden oder enttäuschten Lesern. Besonders groß ist der Ärger, wenn Einschreiben oder versicherte Päckchen verschwinden oder die Post tage­lang nicht geliefert wird.

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4 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Lenz-Bernd-01 am 02.01.2020 um 12:43 Uhr
Hoffentlich für die Fahrer

Ich hoffe, dass die Erhöhung der Versantpreise den Fahrern zu gute kommt. Denn ich habe immer wieder mitbekommen, dass die Fahrer teilweise keinen guten Lohn erhalten. Dazu kommt noch, dass diese Arbeit echt nicht einfach ist.

Bertram-Sonntag am 22.12.2019 um 00:25 Uhr
Ich bin super zufrieden.

Ja, es gibt sie, die schwarzen Schafe. Aber mal ehrlich, wo gibt es sie nicht?
Aber -bis auf einen Fall, der Fahrer sprach kein deutsch und der Beifahrer drohte mir Schläge an, als ich das Paket für eine Nachbarin annehmen wollte, ich nehme an, auch er verstand mich nicht- ich bin mit DHL zufrieden.
Ich nehme die Pakete aller Nachbarn an, wenn ich zu Hause bin, Nächstenliebe kommt an. Und das Preise erhöht werden, von DHL, ist natürlich problematisch, wenn man sich alles schicken lässt. Deshalb mein Tipp: Ab und zu auch mal was in der Stadt kaufen, da kann man manchmal mehr sparen, als man denkt und der DHL-Fahrer läuft eine Treppe weniger.
Und klar, Trinkgeld hat noch niemandem geschadet, gerne auch eine gute Flasche Wein, Marzipan oder Schokolade und schon gibts leuchtende Gesichter.

chrnk am 21.12.2019 um 16:04 Uhr
Tipps

Es ist ja inzwischen sehr selten geworden, Trinkgeld an den Zusteller/die Zustellerin zu geben. So selten, dass sich das in den Paketzentren herumspricht (wenn z.B. eine neue Zustellkraft angelernt wird auf der Tour). Ich gebe daher recht häufig Trinkgeld an diese Leute (auch wenn die UPSler und DHL-Leute vielfach mehr pro Stunde verdienen dürften als ich selbst, aber ich habe den relaxteren Job- ok). Wenn möglich, lasse ich in die Firma oder Packstation zustellen. Bei Abstell-Genehmigungen hänge ich einen Briefumschlag an die Tür. Wenn ich absehbar nicht zuhause bin, lasse ich das Paket an den Paketshop umleiten (dadurch werden die Zahlen der Zusteller/innen besser- Filialzustellung wg. Abwesenheit ist negativ für diese Leute).
Ich weiß nicht, ob es eine direkte Folge ist, aber meine Pakete kommen alle an und das in gutem Zustand. Vielleicht hilft das Vorherige einigen Leidtragenden hier :-)

rs2507 am 21.12.2019 um 10:27 Uhr
Misere und Konsequenz

Paketzustellung wird -in jeder Hinsicht- abgewertet bis zur Minder- oder Schlechtleistung. Völlig unabhängig vom Dienstleister: Zahllose Pakete werden inzwischen beschädigt, geplündert, achtlos in Vorgärten oder auf Balkone geworfen, im Treppenhaus unter die Fußmatte gelegt - oder verschwinden vollständig von der Bildfläche, Kundenreklamationen verhallen im Nirwana. Die Liste wäre endlos. Logisch, dann erhöhen wir mal ganz schnell die Preise, anstatt den (angeblichen) Service zu verbessern.