Portions­kaffee­maschinen Test

Kaffee­maschinen für Portions­pads gibt es schon ab 50 Euro. Modelle für Kaffee aus der Kapsel kosten leicht das Dreifache - und produzieren dazu mehr Müll. Die Stiftung Warentest hat elf Portions­kaffee­maschinen getestet. Neun erreichten ein „Gut“, zwei waren nur „befriedigend“. Von Cappuccino und Latte macchiato sollten Genießer jedoch nicht zu viel erwarten.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test: Portionskaffeemaschinen

Philips Senseo „gut“...

Zwei bis drei Tassen Kaffee trinkt jeder Deutsche am Tag. Die klassische Filter­maschine bleibt dabei immer öfter kalt. Statt­dessen rinnt der frische Muntermacher direkt in die Tasse – aus einem Portions­gerät. Die Stiftung Warentest hat elf Geräte für Kaffee­pads und Kaffee­kapseln getestet. Mit einem güns­tigen Preis und einer guten Note lockt Severin KA 5156 für knapp 50 Euro. Die schlichte Maschine kann aber nur Kaffee brühen, sonst nichts. Andere Geräte bereiten auch Milch­spezialitäten wie Latte macchiato und Cappuccino zu. Die güns­tigste „gute“ hier: die Philips Senseo New Generation HD7820/60 für 79 Euro.

...Tchibo Cafissimo nur „befriedigend“

Gute Auto­maten für Kaffee­kapseln sind ab 140 Euro zu haben, zum Beispiel Krups Nescafé Dolce Gusto KP 2100 und Bosch Tassimo T40. Viel weniger kostet die Cafissimo von Tchibo. Das 69 Euro güns­tige Kapsel-Modell landet im Test aber auf dem letzten Platz: Die Cafissimo brüht lang­sam und verbraucht vergleichs­weise viel Strom. Außerdem schmeckt der Kaffee nur mittel­mäßig, genauso wie das Getränk aus der Petra KM 45.

Kaffee­pad ab 13 Cent

System­unabhängige Padautomaten brühen Kaffee aus allen handels­üblichen weichen Pads. Die Pads beinhalten rund sieben Gramm Pulver, ihr Außen­durch­messer beträgt sieben Zenti­meter. Eine Tasse Senseo kostet 13, eine Tasse Jacobs Krönung 14 Cent. Dazu kommt noch einmal rund 1 Cent für Strom und Wasser. Discounter bieten Kaffee­pads einige Cent güns­tiger an. Kaffee­freunde sollten einfach ausprobieren, ob ihnen die Discounterpads schme­cken.

Kaffee­kapsel ab 25 Cent

Wer eine Kaffee­maschine für Kapseln kauft, hat sich damit fest­gelegt: Sie ist system­abhängig. In die Modelle von Krups Nescafé Dolce Gusto KP 2100, Bosch Tassimo T40 und T65 sowie in die Tchibo Cafissimo passen nur die dazu­gehörenden Kunst­stoff­döschen. Stück­preis: von 25 Cent aufwärts. Wer Abwechs­lung liebt, kann nur inner­halb des Systems wählen. Weiterer Nachteil: Kapsel­systeme produzieren viel mehr Müll als Kaffee­pads, die nach dem Brühen in den Bioeimer dürfen.

Latte macchiato: „Schmeckt wie aromatisiertes Wasser“

Neun der elf geprüften Kaffee­maschinen können auch Milch­getränke zubereiten. Die beiden Tassimos von Bosch benutzen dafür eine zweite Kapsel mit Flüssigmilch, Krups Nescafé Dolce Gusto KP 2100 eine mit Milch­pulver. Das steckt auch im Kombipad der Senseo New Generation von Philips. Alle anderen schäumen lose Milch auf, entweder aus einem einge­bauten Milchbehälter, direkt aus der Milch­packung oder mit der Dampf­düse aus einem Gefäß. Ein großes Geschmack­serlebnis sollten Genießer jedoch nicht erwarten: Mit einem leckeren Latte macchiato aus der Espressobar können die Getränke höchs­tens optisch mithalten. „Schmeckt wie aromatisiertes Wasser“, „zu wenig Kaffee­geschmack“, „leicht wäss­rig“, „nicht konzentriert genug“ kommentierte eine Baristameisterin einzelne Kost­proben. Echter Latte macchiato wird eben mit richtigem Espresso und Frisch­milch zubereitet, nicht mit aromatisiertem Milch­pulver oder Milch aus einer Kapsel.

Strom­verbrauch gesenkt

Die neuen Portions­geräte verbrauchen weniger Strom als ihre Vorgänger. Das hat mehrere Gründe. Braun Tassimo T40 und T 65, Severin KA 5156 sowie der kleine Hingu­cker WMF1 heizen das Kaffee­wasser nur bei Bedarf auf. Außerdem haben die Hersteller den Standby-Verbrauch aller Maschinen auf 1 Watt oder weniger gedrückt. Strom verbraucht auch die Betriebs­bereitschaft. Alle geprüften Geräte schalten aber auto­matisch auf Standby zurück. Einige gleich nach dem Brühen, andere nach fünf Minuten oder spätestens nach zwei Stunden. So halten sich wenigs­tens die Strom­kosten in Grenzen.

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