Portale für Privat­unterkünfte Meldung

Immer häufiger mieten Urlauber Privat- statt Hotel­zimmer. Das ist in der Regel güns­tiger und auf jeden Fall immer individuell. Der Markt wächst rasant, und es gibt inzwischen Unterkünfte für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Vor allem, wer in teure Metro­polen reist, findet bei Airbnb und anderen Anbietern häufig gute und preis­werte Alternativen zum Hotel.

Das Prinzip

Ein 2008 in San Francisco gegründeter Internetmarkt­platz hat einer alten Idee zu neuem Schwung verholfen: der Vermitt­lung von Privat­unterkünften. Sein Name damals: Airbed and breakfast (Luft­matratze und Frühstück), heute: Airbnb. „Eine Wohnung für eine Nacht, ein Schloss für eine Woche oder eine Villa für einen Monat“ – es gibt fast alles. Und jeder macht einen Gewinn. Der Vermieter verdient etwas dazu, der Mieter wohnt meist billiger als im Hotel und kann oft noch vom Kontakt zu den Einheimischen profitieren. Sei es mit einer Restaurantempfehlung oder einem Insider-Stadt­rund­gang. Bei der Auswahl der Unterkunft helfen Fotos und Nutzerbe­wertungen.

Die Anbieter

Die Kalifornier haben schnell Nach­ahmer gefunden, und es werden immer mehr. Airbnb.de bietet Unterkünfte „für jeden Geldbeutel in mehr als 33 000 Städten und 192 Ländern“. Seit 2011 sind die deutschen Anbieter Wimdu.de und 9flats.com online. Wimdu offeriert 235 000 Objekte, darunter auch Boote und Zelte, in mehr als 100 Ländern. 9flats.com bietet welt­weit mehr als 95 580 private Wohnungen, Zimmer und Häuser. Bei gloveler.de können Vermieter ihre Unterkunft gratis inserieren. Besucher der Seite können in einer Auswahl von 40 000 Unterkünften („von der Couch bis zur Villa“) in 80 Ländern stöbern. Mehr als 225  000 Apart­ments in mehr als 15 000 Orten bietet die Schweizer Firma Housetrip.com.

Die Bedingungen

Der Gast muss die Unterkunft fast immer im Voraus bezahlen, meist per Kreditkarte, Paypal oder Bank­einzug. Manche Gast­geber verlangen eine Kaution. Andere berechnen einen Aufschlag für die Endreinigung. Stornierungs­gebühren fallen fast immer an, die Bedingungen dafür sind sehr unterschiedlich.

Tipp: Privatzimmer lohnen sich vor allem dort, wo die Hotel­preise exorbitant hoch sind, zum Beispiel in New York oder London. Die Über­nachtung bei Fremden birgt aber auch eine Unsicherheit. Sehen Sie sich die Bewertungen und Reisebe­richte genau an.

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