Polizei­dienst­tauglich­keit Polizei­bewerber muss kein Hüne sein

Polizei­dienst­tauglich­keit - Polizei­bewerber muss kein Hüne sein
Körpergröße. Auch kleine Männer bekommen die Chance, Polizist zu werden. © Shutterstock

Die Einstellungs­voraus­setzungen für Polizei­bewerber dürfen ausschließ­lich eine einheitliche Mindest­körpergröße vorsehen. Eine Unterscheidung zwischen männ­lichen und weiblichen Bewerbern sei nicht erlaubt, urteilte das Ober­verwaltungs­gericht Nord­rhein-West­falen (Az. 6 A 916/16). Ein 32-Jähriger bewarb sich für eine Ausbildung zum Polizei­voll­zugs­beamten. Das Land Nord­rhein-West­falen schloss ihn vom Auswahl­verfahren aus, weil er nur 166 Zenti­meter groß ist. Die Mindest­größe für männ­liche Polizei­bewerber beträgt laut Erlass des Innen­ministeriums 168 Zenti­meter. Das sei rechts­widrig, so das Gericht. Der Zugang zum Beamten­verhältnis hänge allein von der Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung ab. Die Anforderung für die körperliche Eignung bei Frauen legte das Land auf 163 Zenti­meter fest. Diese sei nicht zu bean­standen und gelte damit auch für Männer.

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