So schützen Eltern Kinder und Geldbeutel

Eltern können ihre Kinder vor verstörenden oder gar die Entwick­lung beein­trächtigenden Inhalten schützen. Ebenso wichtig ist der Schutz vor In-App-Käufen, die die Kinder ohne Bewusst­sein der finanziellen Folgen auslösen können. Schutz bieten der Finger­abdruck eines Eltern­teils oder ein Zifferncode.

Video-Tutorial: Tipps zum Kinder­schutz auf Smartphone & Tablet

Android: Jugend­schutz einrichten

Den Jugend­schutz für Tablet oder Smartphones akti­vieren Sie im Play Store. Hier kommen Sie über „Menü“ > „Einstel­lungen“ > „Jugend­schutz­einstel­lungen“ ans Ziel. Legen Sie einen Zifferncode fest oder richten Sie gegebenenfalls den Finger­abdruck­sensor ein. Anschließend geht es ans Einge­machte: Legen Sie beispiels­weise eine Alters­begrenzung für Apps fest. Eine Anleitung finden Sie bei Google.

Android: Pass­wort­schutz für Käufe

Stan­dard­mäßig muss jeder Kauf beispiels­weise durch die Eingabe einer vierstel­ligen PIN oder per Finger­abdruck bestätigt werden. Aus Bequemlich­keit wird die Pass­wort­eingabe aber gerne deaktiviert oder schwächer einge­stellt. Das Pass­wort gilt dann beispiels­weise auch nachdem durch ein Eltern­teil auto­risierten Kauf für alle in den nächsten 30 Minuten folgenden Käufe. Am sichersten ist es, wenn die Eltern ihr mobiles Gerät so einstellen, dass es für jeden einzelnen Kauf ein Pass­wort anfordert. Im Play Store geht das über „Menü“ > „Einstel­lungen“ > „Authentifizierung für Käufe erforderlich“. Detaillierte Anleitungen dazu stehen in der Google-Play-Hilfe.

Apple: Kinder­sicherung einrichten

Die Kinder­sicherung richten Sie auf einem iPad oder iPhone über „Einstel­lungen“ > „Allgemein“ > „Einschränkungen“ ein. Der große Unterschied zu Android: Während Google an deutsches Recht angepasste Alters­kenn­zeichen verwendet, kocht Apple sein eigenes Süpp­chen. Die Alters­kenn­zeichen lauten etwa 4+ oder 17+ und nicht wie in Deutsch­land üblich „ab 0, 6, 12 16 oder 18 Jahren“. Auch von Apple gibt es eine Anleitung zum Einrichten der Kindersicherung.

Apple: Pass­wort­schutz für Käufe

Bei Apple können Eltern ähnlich wie bei Android einen mehr­stufigen Schutz fest­legen – die Authentifizierung wird entweder nie wieder abge­fragt; sie gilt für 15 Minuten oder muss immer erfolgen. Stan­dard­einstellung ist auch bei iOS der Zwang zur Auto­risierung durch Eingabe eine PIN oder mittels Finger­abdruck­sensor. Über „Einstel­lungen“ > „Allgemein“ > „Einschränkungen“ prüfen Sie, ob diese Sicher­heits­einstellung noch aktiv ist. Apple erklärt das Vorgehen in der Anleitung Kindersicherung auf dem iPhone, iPad oder iPod touch verwenden.

Absicherung leicht gemacht

Wer beim Einrichten von Jugend­schutz- und Kauf­schutz-Einstel­lungen Hilfe benötigt, der findet auf der Seite Surfen ohne Risiko Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Diese erklären unter anderem, wie sich Alters­beschränkungen setzen lassen und wie Eltern verhindern können, dass ihre Kinder online „einkaufen gehen“.

Guthabenkarten für Apple und Google

Mit Guthabenkarten können Ihre Kinder Apps kaufen und In-App-Käufe bezahlen. Die Kosten können das auf der Karte gespeicherte Guthaben nicht über­schreiten. Das deckelt die Kosten und gibt den Kindern etwas Entscheidungs­freiheit bezüglich des Umgangs mit Taschengeld. Bei Apple können Eltern Einkäufe auf dem iPhone der Kinder auf ihrem eigenen Smartphone auto­risieren. Dazu dient die Familienfreigabe.

Einrichten, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist

Wichtig: Diese Sicher­heits­einstel­lungen müssen erfolgen, bevor die lieben Kleinen das Smartphone in die Hand bekommen. Das Geld für einen unauto­risierten Kauf bekommen Eltern allenfalls auf dem Kulanzweg zurück. Falls das nicht klappt, sind die Verbraucherzentralen ein guter Partner.

Pädagogisch bewertete Apps

Viele unabhängige Einrichtungen bewerten Spiele-Apps zwar nicht in Bezug auf deren Daten­sende­verhalten, wohl aber auf kindgerechte Gestaltung und pädagogischen Wert. Differenzierte Bewertungen bietet zum Beispiel das Deutsche Jugend­institut mit seiner Datenbank Apps für Kinder, die mehr als 500 Apps enthält. Der Koope­rations­partner unserer Unter­suchung, jugend­schutz.net, hat ebenfalls eine kuratierte Empfehlungsliste mit für Kindern geeignete Apps. Weiterführende Informationen bieten außerdem die folgenden Seiten:

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TestPokémon Go, Minecraft & Co27.06.2017
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