Pokémon Go, Minecraft & Co Test

Miteinander. Eltern sollten die Spiele ihrer Kinder ausprobieren.

Menschen spielen gerne: Millionen Jungen, Mädchen und Erwachsene lassen auf ihrem Smartphone bunte Ballons zerplatzen oder bestehen am Tablet epische Abenteuer mit Schwertkämpfen und Rätseln. Manche tauchen nur kurz in virtuelle Welten ab, andere verbringen Stunden darin. Wir haben 50 über­wiegend kostenlos angebotene Smartphone-Spiele unter die Lupe genommen. Fazit: Auch Gratis-Apps können sehr teuer werden – oft hapert es am Daten- und am Kinder­schutz.

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TestPokémon Go, Minecraft & Co27.06.2017
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Hinter dem Spielspaß steht ein einträgliches Geschäfts­modell: Im Jahr 2016 brachten Spiele-Apps in Deutsch­land einen Umsatz von fast 410 Millionen Euro. Nur 17 Millionen davon stammen aus dem Verkauf der Apps. Den großen Rest verdienen die Anbieter später – unter anderem mit Käufen, die Nutzer während des Spiels tätigen. Gemein­sam mit jugend­schutz.net haben wir Apps für Smartphones und Tablets von Apple sowie für Android auf Kinder­schutz und Verbraucherfallen geprüft. Das gemein­same Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für Jugend­schutz im Internet betreibt beispiels­weise den Empfehlungs­dienst für gute Kinder-Angebote klick-tipps.net.

Nur eine App schützt Kinder und Jugend­liche angemessen

Ausgewählt haben wir besonders umsatz­starke Apps. Viele haben Alters­kenn­zeichen für Spieler ab Null Jahren. Doch in 19 Apps sind Kinder nur unzu­reichend vor Kontakt­aufnahme durch anonym agierende Online-Mitspieler, oder – bei Pokémon – beim Spiel im Freien vor Kontakten mit Fremden geschützt. Nur eine App schützt Kinder und Jugend­liche angemessen. 19 Apps nerven mit Werbung, die sich ohne klare Kenn­zeichnung mit dem Spiel vermischt. Bei nur vier Spiele-Apps halten wir Daten­schutz und Geschäfts­bedingungen für angemessen, die meisten sind bedenk­lich, weitere vier inakzeptabel.

Spieldesign verführt zu In-App-Käufen

Viele Apps verleiten subtil oder drängen sogar plump zum Geld­ausgeben. Sie werden oft irreführend als „Free to Play“ – also kostenlos – beworben. Der Trick: Viele Apps sind so programmiert, dass Spieler zunächst in kurzer Zeit große Fort­schritte erzielen, dann aber ohne zusätzliches Spielgeld oder neue virtuelle Rohstoffe bisweilen stagnieren. Die Spieler können abwarten und leiden – oder die Ressourcen für harte Euro im App- oder Playstore erwerben und voran­kommen. Kosten und Nutzen sind oft ausgesprochen intrans­parent. Ein Pass­wort­schutz kann spontane Käufe der Kinder verhindern.

Apps senden welt­weit

Nur 8 der 50 getesteten Apps unterliegen dem vergleichs­weise strengen deutschen Recht beim Daten­schutz. Die meisten sammeln Daten der Spieler, oft auch Informationen, die für das Spiel nicht notwendig sind. Etliche Apps kontaktieren mehrere Werbenetz­werke zugleich, teil­weise schon beim ersten Start. Viele Spiele-Apps senden Details von der Nutzungs­statistik über den Mobil­funkanbieter bis zu Infos, mit denen die Telefone identifiziert werden können. Daten­sammler können sich so ein ziemlich genaues Bild von den Spielern machen.

Das bietet der test-Artikel

  • Bewertungen zu 50 bekannten Spiele-Apps von Action bis Geduld­spiel, von Bubble Witch und Candy Crush über Hay Day und Fifa Mobile Fußball bis Minecraft und Pokémon Go.
  • Ein Interview mit dem Medienwissenschaftler Dr. Marc Urlen, der sich von Berufs wegen mit Spiele-Apps auseinander­setzt und erklärt, was von festen Medien­zeiten zu halten ist – und was Eltern tun können, um ihre Kinder zu schützen: Wie sie ihnen Medien­kompetenz vermitteln und vermeiden, dass sie ständig zum Smartphone greifen.
  • Konkrete Anleitungen, wie Eltern Kinder­sicherungen und Pass­wort­schutz für In-App-Käufe einrichten können. Bei Android funk­tioniert das über den Google Play Store, bei iOS über die Einstel­lungen des Betriebs­systems.

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