Podcast Haus­halts­krise USA Meldung

Finanztest-Chef­redak­teur Hermann-Josef Tenhagen.

Der US-Kongress hat in letzter Minute die Zahlungs­unfähigkeit der USA abgewen­det. Doch die dahinter liegenden Prob­le­me hat er nicht gelöst. Finanztest-Chef­redak­teur Hermann-Josef Ten­ha­gen beschreibt im Podcast das schwindende Vertrauen in die Problemlösungs­fähig­keiten als wichtigsten Schaden der Kri­sen­wochen im Oktober 2013. Damit verglichen sei der auf 25 Milliarden Dollar bezifferte unmittel­bare wirt­schaftliche Schaden zu vernach­lässigen.

Aktienfonds für besorgte Anleger

Auch in der näheren Zukunft ist nicht zu erwarten, dass die USA wirk­lich zahlungs­unfähig werden. Aber das Gezerre zwischen Demokraten und Republikanern in Washington wird weitergehen. Anleger, die eine solche Aussicht beunruhigt, können unter den von Finanztest monatlich aktualisierten empfehlenswerten Aktienfonds Welt auch Titel finden, die nur wenig in den USA engagiert seien, also etwa zu 20 Prozent. Der Normalfall bei diesen Fonds seien 50 Prozent, so Hermann-Josef Tenhagen im Podcast.

Banken­system welt­weit vernetzt

Die USA beher­bergt nicht nur den weltweit größten Aktienmarkt. Sie sind auch die welt­weit größten Schuldner. Die größten Gefahren bei einer tech­nischen Zahlungs­unfähigkeit drohen den Finanzmärkten. Zwar halten Gläubiger aus Deutsch­land nur 56 Milliarden Dollar * US-Staats­anleihen. Zum Vergleich: China hält Staats­anleihen im Wert von 1 300 Milliarden Dollar *. Aber das Banken­system ist welt­weit so stark vernetzt, dass Folge­problem bei einem tech­nischen K.O. auch in Deutsch­land nicht ausgeschlossen werden können.

Tipp: Wenn Sie von der Krise profitieren wollen, können Sie in die USA in den Urlaub fahren. Der als Folge der Krise schwächeren Dollar macht solche Urlaube und auch das Shoppen in New York oder Miami preis­werter.

*) Korrektur: In einer älteren Fassung haben wir versehentlich „Euro“ statt „Dollar“ geschrieben.

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