Plus-Häcksler Schnelltest

Plus bietet einen Elektro-Leisehäcksler für 119 Euro an. Das gleiche Gerät gabs schon mal Ende Februar in den Discounterregalen. Zum gleichen Preis. Damals hat test.de den Häcksler im Schnelltest geprüft. Das Urteil war eindeutig: Einfach zu bedienen und angenehm leise. Wer bei Plus dieses Sonderangebot ergattert, macht ein Schnäppchen.

Montage in Minuten

Keine Schwierigkeiten macht die Montage. Das vom Hersteller Asgatec auf den schönen Namen „Leisehäcksler EH 2500“ getaufte Gerät selbst liegt fix und fertig im Karton. Nur das Fahrgestell muss zusammengebaut werden. Das gelingt in rund zehn Minuten. Etwas gewöhnungsbedürftig: Die Räder müssen mit Gewalt und - wie in der Anleitung beschrieben - der Hilfe eines schweren Hammers auf die Achse getrieben werden.

Wenig Kraftaufwand

Weniger Kraft ist beim Häckseln nötig. Einer der Vorteile der Schneidwalzen-Technik: Äste und Reisig brauchen praktisch nur eingefüllt zu werden. Wenn die Schneidwalze einmal gegriffen hat, zieht sie das Material völlig selbstständig und ohne weiteren Druck durch das Gerät. Eigentlich. So perfekt wie bei den besten Schneidwalzen-Häckslern funktioniert das beim Plus-Angebot nicht: Äste jeder Stärke brauchen beim Häckseln etwas Nachdruck. Dann allerdings läufts. Zum Testen der maximal möglichen Astdicke verwendete das Labor Stäbe aus Fichtenholz. Bis vier Zentimeter Durchmesser schafft der Leisehäcksler, und macht seinem Namen dabei Ehre: Das Gerät arbeitet viel leiser als Häcksler mit rotierenden Messern und schlägt sich auch besser als viele der weit teureren Modelle aus dem großen Häcksler-Vergleichstest.

Auf alle Fälle sicher

Nichts zu bemängeln gibts in Sachen Sicherheit. Das Gerät erfüllt alle Vorschriften, kann nicht ohne die Schutzvorrichtungen eingeschaltet werden und schaltet automatisch ab, wenn die Schneidwalze blockiert. Kleine Schwäche, aber kein wirklicher Mangel: Bei gekippten Gerät ist die Walze mit der Hand erreichbar. Das allerdings ist bei den meisten anderen Häckslern auch so. Noch ein kleiner Mangel: Die Bedienungshinweise am Gerät und in der Anleitung sind wegen kleiner und kontrastarmer Schrift nicht sonderlich gut lesbar. Manche Zusatzinformation verwirrt mehr, als sie weiterhilft.

Bis 115 Kilo Reisig pro Stunde

Äste und Reisig bereiten dem Leisehäcksler kaum Schwierigkeiten. Er schafft je nach Materialbeschaffenheit 10 bis 90 Kilogramm Äste und 55 bis 115 Kilogramm Reisig pro Stunde. Mühsam wirds bei stark verzweigten Ästen. Sie passen nicht in den Einzug und müssen vor dem Häckseln erst beschnitten werden - wie bei den meisten anderen Häckslern für den Hausgebrauch auch.

Schwierigkeiten bei feuchtem Material

Feuchtes und weiches Material mag der Leisehäcksler nicht so gern. Die Walze setzt sich schnell zu und muss erst wieder mühsam gereinigt werden, bevor es weitergehen kann. Diese Schwäche haben jedoch alle Schneidwalzen-Häcksler. Feuchtes Material lässt sich am besten häckseln, wenn es mit trockenen Ästen vermischt wird.

Keine Spuren von Ermüdung

Ein regelrechter Dauertest ist im Rahmen des Schnelltests nicht drin. Immerhin: Eine gründliche Überprüfung der Test-Geräte nach der intensiven Erprobung förderte noch keine sichtbaren Abnutzungserscheinungen zu Tage. Die Schneidwalze ist austauschbar, aber die Montage recht aufwendig. Auf jeden Fall ist der aktuelle Plus-Häcksler dem Vorgänger-Modell weit überlegen.

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