Pleite von GTI Travel Meldung

Die Reise­ver­anstalter GTI Travel und Buch­mal Reisen sowie die Flug­linie Sky Air­lines haben am Montag ihre Insolvenz vermeldet und ihren Betrieb einge­stellt. Die Unternehmen gehören zu der türkischen Familien­holding Kayi Group. Schät­zungs­weise 5 000 Urlauber sitzen in den Reisegebieten fest – vorwiegend in der Türkei. test.de erklärt, welche Rechte Reisende im Pleitefall haben.

Wenn ein Reise­ver­anstalter Konkurs anmeldet

Wenn ein Reise­ver­anstalter pleite geht, springt der zuständige Versicherer ein. Dieser muss den Urlaubern den bereits gezahlten Preis für ausfallende Leistungen und die notwendigen Aufwendungen für die Rück­reise erstatten. Als Nach­weis, dass sich der Reise­ver­anstalter für den Fall des Konkurses abge­sichert hat, erhalten Reisende vor Urlaubs­beginn einen sogenannten Sicherungs­schein. Das Dokument muss auf der Rück­seite der Reise­bestätigung abge­druckt oder an sie ange­heftet sein. Es gibt Auskunft darüber, welche Bank die Bürg­schaft über­nommen hat oder welche Versicherung zahlt, wenn der Reise­ver­anstalter Konkurs anmeldet. Reisebüros müssen bei Pauschalr­eisen einen Sicherungs­schein aushändigen. Das gilt auch für Last-Minute-Reisen.

Wichtige Anlauf­stellen für Betroffene

Der Versicherer von GTI Travel und Buch­mal Reisen ist die HanseMerkur. Betroffene sollten sich dort möglichst früh­zeitig über das weitere Verfahren erkundigen, erklärte Reise­rechts­expertin Beate Wagner von der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen. Noch bietet auch der Reise­ver­anstalter GTI Travel Reisenden ein Informations­service an. Die Telefon­nummer lautet: 0211/38 91 400, die E-Mail-Adresse service­center@gtitravel.de. Akut Betroffene können sich dort Hinweise zu Unterkunft oder Rück­reise und dem weiteren Vorgehen einholen.

Was wird erstattet?

Die Urlauber, die sich jetzt gerade in ihrem Reise­land befinden, bekommen vom Versicherer die notwendigen Aufwendungen für die Rück­reise bezahlt. Ebenso zahlt der Versicherer eine gleich­wertige Ersat­zunterkunft bis zum nächst­möglichen Rück­reise­termin und kommt für notwendige Kosten auf, wie etwa für Telefon­gespräche. Ob Reisende die Rück­reise selber organisieren möchten oder ihren Urlaub weiterführen wollen – in jedem Fall lohnt es sich, auch dieses Thema mit dem Versicherer zu besprechen. Wer seine Rück­reise lieber selber organisiert, der sollte die Kosten so gering wie möglich halten. Der Versicherer zahlt nur für die Aufwendungen, die für die Rück­reise wirk­lich notwendig waren. Ein Flug erster Klasse würde beispiels­weise nicht erstattet werden, wenn man vom Urlaubs­land auch in kurzer Zeit mit dem Zug wieder zu Hause wäre.

Flug­linie insolvent

Neben den Reise­ver­anstaltern ist auch die Fluggesell­schaft Sky Air­lines pleite gegangen. Mit ihr sind viele GTI-Kunden in die Urlaubs­gebiete geflogen. Sie gehört wie GTI zur Unter­nehmens­gruppe Kayi Group. Informationen zu einzelnen Flügen und zur Rück­reise bekommen Betroffene auch in diesem Fall über die Service-Hotline des Reise­ver­anstalters. Wer über einen anderen Veranstalter Flüge von Sky Air­lines gebucht hat, kann sich beim jeweiligen Reise­unternehmen Informationen einholen.

Tipp: Auf test.de finden Sie weitere Informationen zum Thema Insolvenz bei Reiseveranstaltern – ob Sie eine Pauschalreise gebucht haben oder mehr Informationen zum Reiseversicherungsschein benötigen.

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