Pleite der Noa Bank Meldung

Noa-Bank-Anleger erhalten Post von der Entschädigungsstelle. Nur wer mehr als 50 000 Euro angelegt hat, muss zittern.

Die Pleite. Am 25. August hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) den Entschädigungsfall für die Noa Bank festgestellt. Die pleitegegangene Noa Bank gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) an. Abgesichert sind Geld auf Girokonten, Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefe auf den Namen des Anlegers und Zinsen bis zur Sicherungsgrenze von 50 000 Euro. Die Zinsen werden auch für die Zeit vom Eintritt des Entschädigungsfalles bis zur Rückzahlung bezahlt.

Die Entschädigung. Die EdB ermittelt die höchstens noch 15 000 Noa-Bank-Kunden anhand der Unterlagen der Bank. Jeder Kunde erhält von der EdB ein Formular, mit dem er seine Ansprüche anmelden kann. Die Ansprüche plus Zinsen sind darin bereits vermerkt. Dieses Formular schicken die Kunden unterschrieben zurück, sonst verfällt ihr Entschädigungsanspruch nach genau einem Jahr.Das Geld kommt spätestens drei Monate, nachdem das Formular bei der Entschädigungseinrichtung eingegangen ist. Bei der Pleite der Weserbank im Frühjahr 2008 dauerte es in manchen Fällen nur 66 Tage ab dem ersten Tag, an dem die Aufsicht die Geschäfte der Bank ausgesetzt hatte, bis das Geld eintraf.

50 000 plus. Die wenigen Kunden – die Rede ist von 117 – , die mehr als 50 000 Euro bei der Noa Bank angelegt haben, müssen um einen Teil ihres Geldes bangen. 50 000 Euro bekommen sie wie alle anderen von der EdB zurück. Ihre darüber hinaus gehenden Ansprüche müssen sie beim Insolvenzverwalter geltend machen. Das Amtsgericht Düsseldorf hat auf Antrag der Bafin ein Insolvenzverfahren eröffnet und einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die Anleger können nicht erwarten, dass die Bundesregierung sie entschädigt (siehe Meldung „C&A Bank und SWK Bank“).

Girokonto und Kredite. Wer sein Girokonto bei der Noa Bank hat, braucht eine neue Hausbank. Schließlich kann er kein Geld mehr abheben, Daueraufträge werden nicht mehr ausgeführt. Hilfreich beim Bankwechsel sind Kontoauszüge, die regelmäßige Geldeingänge belegen. Kreditnehmer müssen ihre Schulden weiter abzahlen – dazu gehören auch Dispokredite auf dem Girokonto.

Dieser Artikel ist hilfreich. 382 Nutzer finden das hilfreich.