Playstation Move von Sony Schnelltest

Move bringt Bewegung ins Wohn­zimmer. Die neue Bewegungs­steuerung der Playstation 3 holt die Spieler vom Sofa hoch und lässt sie Tennis spielen, Bogen schießen oder als Gladiatoren kämpfen. test.de hat es ausprobiert und geschwitzt.

3D-Bewegungserkennung

Auf den ersten Blick sieht die Move-Bewegungssteuerung recht unscheinbar aus. Der sogenannte Controller ähnelt einem Mikrofon mit aufgesteckter Leuchtkugel. Die Kugel einhält eine Leuchtdiode, die in verschiedenen Farben leuchten kann. Eine auf dem Fernseher angebrachte Kamera registriert die Lage des erleuchteten Balls im Raum. Zusätzlich erfassen Sensoren auch die Beschleunigung und Drehungen. Zum Vergleich: Die Wii Remote von Nintendo erkennt nur horizontale und vertikale Beschleunigungen. Bewegungen zum Fernseher hin oder weg entgehen ihr. So können Wii-Spieler theoretisch auf dem Sofa sitzen bleiben. Interessant ist auch die Vibration des Move-Controllers. Sie gibt bei virtuellen Berührungen eine haptische Rückmeldung.

Laientauglicher Start

Die Geräte sind schnell angeschlossen. Das Setup-Menü fragt nach Grundeinstellungen wie Uhrzeit, Datum und Sprache. Für erfahrene Playstation-Spieler kein Problem. Anfänger müssen jedoch erst die Symbole lernen. Wer den Move-Controller an eine Playstations 3 mit älterer Firmware anschließt, braucht eventuell eine Aktualisierung des Betriebssystems. Das erledigt die beiliegende Blu-ray und nach einem Neustart erkennt die Spielekonsole den Controller.

Vor jedem Spiel kalibrieren

Der Move-Controller wird über das mitgelieferte USB-Kabel an der Spielekonsole angemeldet. Auf diesem Weg lädt auch der Akku. Beim Spielen funktioniert der Controller ohne Kabel. Über Bluetooth verbindet er sich automatisch mit der Konsole. Damit die Spielekonsole die Größe des Spielers erkennt, muss sich jeder vor dem Spiel kalibrieren. Das heißt: Den Controller an Schulter, Becken und Hüfte halten. Nach mehreren Sekunden geht es los. Bei Party-Spielen hemmt das jedoch den Spielfluss: Dann benutzen mehrere Personen die Bewegungssteuerung und müssen sich bei jedem Spielerwechsel neu kalibrieren.

Angedeutete Bewegungen

Die Playstation Move erkennt die Position des Spielers deutlich genauer als die Wii. Die Konsole nimmt selbst kleinste Bewegungen wahr und kommt der Realität recht nah. Allerdings deuten Spieler viele Bewegungen nur an. Die Spielekonsole rechnet sie mit Verzögerung zu atemberaubenden Bewegungen und Stunts um. Doch mit dem Baggern und Pritschen des echten Beachvolleyballs hat das nicht viel zu tun. Hinzu kommt: Die Kamera registriert nur ein kleines Feld. Spielen mehrere Personen gleichzeitig, verlassen sie schnell den Öffnungswinkel der Kamera.

HD-Bilder und Raumklang

Die Playstation 3 kann hervorragende Grafiken zeigen. Viele Spiele nutzen diese Grafikleistung jedoch nicht. Über ein HDMI-Kabel an den Fernseher angeschlossen, liefert die Playstation 3 HD-Bilder und gibt sogar 3D-Filme auf geeigneten Bildschirmen wieder. Auch die Tonausgabe ist exzellent. Mit einer Stereo-Anlage hören Spieler satten Raumklang. Das Ganze hat allerdings seinen Preis: Die Playstation Move nimmt im Leerlauf 65 Watt auf, beim Spielen sogar 86 Watt. Das ist fast fünfmal so viel wie bei der Wii. Weiteres Manko: Bei direkter Sonneneinstrahlung erkennt die Kamera nicht die Leuchtkugel des Move-Controllers.

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