Platten­spieler im Test Meldung

Der Klang von Schall­platten ist wieder angesagt.

Sie knistern bisweilen und knacken, begeistern aber mit authentischem Sound und wunderschönen großen Covern. Schall­platten aus Vinyl sind wieder angesagt. Wer die schwarzen Scheiben abspielen möchte, braucht einen analogen Platten­spieler. Unsere Part­ner­organisation „Which?“ aus Groß­britannien hat neue Turnt­ables getestet.

Einfach und edel

Platten­spieler im Test Meldung

Testsieger Rega Planar 2 wahl­weise in Rot, Schwarz oder Weiß.

Testsieger Rega Planar 2 wahl­weise in Rot, Schwarz oder Weiß.

Bester Platten­spieler im Test unserer englischen Kollegen ist der Rega Planar 2. Eine Perle für HiFi-Enthusiasten: einfach und hoch­wertig konstruiert, ohne Auto­matik. Der Tonarm wird bei diesem Platten­spieler von Hand positioniert und mithilfe eines Hebels abge­senkt. Das erfordert etwas Gefühl. Der Tonabnehmer des Planar 2 arbeitet dafür superpräzise. Er fängt die Atemzüge der Sängerin zwischen den Songzeilen ebenso ein, wie das feine Streichen des Schlag­zeug­besens über das Becken. Mehr Audio­erlebnis geht nicht. Die britische Traditions­marke Rega baut Turnt­ables seit 1973.

Purismus hat seinen Preis

Rund 520 Euro werden für den Rega Planar 2 in Deutsch­land fällig. Etwas güns­tiger ist der kleine Bruder, Rega Planar 1, für 380 Euro – ebenfalls ein einfacher, hoch­wertiger Platten­spieler, der sehr gut klingt. Etwas preisgüns­tiger ist der voll­automatische Pioneer PL-30-K für 300 Euro. Er über­zeugt im Klang und in der Hand­habung. Was allen drei Modellen fehlt, ist ein USB-Anschluss zum Digitalisieren der Schall­platten.

Mit USB-Anschluss

Platten­spieler mit USB-Anschluss können ihr Signal direkt an einen PC oder ein Notebook weiterleiten. Nützlich für alle, die ihre analogen Plattenschätze nicht nur anhören, sondern auch digitalisieren wollen – als Backup und Sicherungs­kopie oder zum Musikgenuss auf Smartphone, Tablet und Co.

Platten digitalisieren

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Flexson VinylPlay mit USB-Anschluss.

Flexson VinylPlay mit USB-Anschluss.

Zum Digitalisieren empfiehlt „Which?“ den Teac TN-300 für 280 Euro. Er ist einfach zu bedienen und exzellent im Klang, kommt allerdings ohne Software zum Digitalisieren daher. Die ist beim Flexson VinylPlay für 300 Euro inklusive. Auch dieser Platten­spieler klingt gut und funk­tioniert, wie der Teac, rein manuell, ohne Auto­matik. Ein echter Preis­schlager ist der Lenco L-3808 für 170 Euro: solide gebaut und gut im Klang. Noch preisgüns­tiger gibt es den Sony PSLX300USB. Er kostet nur 130 Euro, klingt gut und funk­tioniert voll­automatisch. Die mitgelieferte Software ist allerdings kein Hit und der Platten­spieler wirkt so billig wie er ist. Kein Vergleich mit der edlen Anmutung des Testsiegers von Rega.

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