Plasma-TV von Aldi Schnelltest

Mit einem schwer wiegenden Angebot für TV-Gucker wartet Aldi-Süd seit heute auf. Fast 40 Kilo bringt der Plasma-Fernseher der Aldi-Hausmarke Medion auf die Waage und kostet fast 1 500 Euro. Dafür gibt es einen in der Diagonalen 107 Zentimeter großen Bildschirm, einen Doppeltuner und die Option auf das hochauflösende HD-Fernsehen. Aldi Nord verkaufte das gleiche Model schon in der vergangenen Woche. Im Schnelltest musste der Plasma-Fernseher zeigen, was er zu bieten hat.

Einkauf mit Rollbrett

Am buchstäblich schwersten fällt der Einkauf. Mindestens zwei kräftige Träger und ein Auto mit ausreichend großem Stauraum sind nötig. Der Karton mit allem Zubehör wiegt 44 Kilo, ist 114 mal 80 mal 30 Zentimeter groß und darf nur aufrecht transportiert werden. Tipp der test-Einkäufer: Mit einem möglichst großen Rollbrett lässt sich der Fernseher am besten manövrieren. Fürs Auspacken ist noch ein dritter Helfer sinnvoll, um die recht straff sitzenden Styropor-Ecken abzunehmen.

Start ohne Schwierigkeiten

Der Rest ist ein Kinderspiel. Nur Netzstecker und Antennenkabel müssen angeschlossen werden, und schon kanns losgehen. Voraussetzung: Das Antennenkabel liefert ein herkömmliches Analogsignal. Digitales DVB-T-Fernsehen versteht der Aldi-Fernseher ohne Zusatz-Box nicht. Die Einstellungen gehen per Bildschirmmenü und Fernbedienung flott von der Hand. Der automatische Sendersuchlauf ist nicht sonderlich zügig, findet aber alle Sender zuverlässig und sortiert sie einigermaßen sinnvoll vor.

Tempo beim Zappen

Die Bedienung geht leicht von der Hand. Sortierung der Sender, Einstellungen für Ton und Bild: Alles kein Problem. Nur für die Wahl des jeweils passenden Bildformats ist ein Blick in die Bedienungsanleitung nötig. Alles andere erschließt sich ganz von allein. Besonders sympathisch: Die Fernbedienung reagiert stets prompt und lädt zum Zappen ein. Auch der Videotext funktioniert einwandfrei. Bis zu drei Seiten gleichzeitig passen auf den Bildschirm, und dank 2 100 Seiten großem Speicher sind die gewünschten Informationen meist flott auf dem Schirm. Eigentlich gut: Der Medion-Fernseher hat einen richtigen Netzschalter. Der nützt allerdings kaum etwas. Bei normaler Aufstellung des Fernsehers ist der Schalter auf der Rückseite des Fernseher kaum zu erreichen.

Licht und Schatten bei der Bildqualität

Die Bildqualität bei herkömmlichem Fernsehen ist allerdings bescheiden. Über Antenne oder den RGB-Eingang empfangene Bilder haben einen leichten Lila-Stich, etwas überzogenen Kontrast und wirken verwaschen. Aber immerhin: Die schwächsten Marken-Plasmafernseher aus dem aktuellen Vergleichstest sind auch nicht besser. Besser gerät dem Medion-Fernseher das Bild, wenn über den HDMI-Anschluss Hochqualitätsfernsehen Marke HDTV eingespeist wird. Das Bild ist nicht nur um Klassen besser als bei herkömmlichem Antennenfernsehen, sondern kann sich auch im Vergleich zu deutlich teureren Markenbildschirmen sehen lassen.

Fieses Knacken aus den Lautsprechern

Indiskutabel schwach ist der Ton vom Medion-Fernseher. Tiefe Töne geben die Breitbandlautsprecher kaum wieder. Hohe Töne geraten dafür dünn und wenig präzise. Sprache klingt aus den Medion-Lautsprechern ziemlich nasal und gepresst, ist aber immerhin deutlich verständlich. Beim Musiksender MTV sind die Lautsprecher schon bei mittlerer Lautstärke überfordert und produzieren zuweilen heftiges Knacken. Da hilft nur: Anschluss an die Stereoanlage.

test-Kommentar: Größe ist nicht alles
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick
Fernseher im Vergleich: Aktueller Test

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