Plan & Spar-Ticketversicherung Schnelltest

Angebot: Bei der Bahn können Frühbucher bis zu 40 Prozent vom Normalpreis sparen. Doch wer dann seine mit dem Plan & Spar-­Tarif bezahlte Reise nicht antreten kann, hat einen Großteil des Reisegelds aus dem Fenster gewor­fen. Als Schutz gegen dieses Risiko bietet die Bahn zusammen mit ihrem Partner Europäische Reiseversicherung die Plan & Spar-Ticketversicherung an. Die Jahrespolice kostet 29 Euro.

Bei der Leistung kann der Kunde zwischen zwei Möglichkeiten wählen: Die Versicherung zahlt entweder die Kosten der Umbuchung, also die Stornogebühr, und den Aufpreis für das dann gelöste Normalticket. Oder sie erstattet den Plan & Spar-Ticketpreis, wenn der Kunde die Reise überhaupt nicht antritt.

Die Versicherung zahlt allerdings nicht in jedem Fall. Sie trägt die Kosten nur bei schwerer Erkrankung, Unfall oder Tod. Wer die Versicherung in Anspruch nimmt, muss einen Selbstbehalt von 20 Prozent zahlen, mindestens aber 30 Euro.

Vorteile: Die Versicherung gilt sowohl für die versicherte Person als auch für ihre Ange­hörigen. Sie zahlt also auch dann, wenn nicht der Bahnkunde selbst, sondern ein Angehöriger schwer krank wird, einen Unfall hat oder stirbt und der Kunde die Reise deshalb nicht antreten kann.

Nachteile: Die Leistungen sind sehr begrenzt. Wer beispielsweise unvorhergesehen länger in einer Sitzung bleiben muss und deshalb seinen Zug verpasst, ist bei der Versicherung außen vor. Der Selbstbehalt ist viel zu hoch angesichts der gebotenen Leistung.

Fazit: Erst bestraft die Bahn mit ihrem Preissystem diejenigen mit happigen Zuzahlungen, die zwar früh buchen, dann aber aus wichtigen Gründen den gebuchten Zug nicht nutzen können. Dann bietet sie für dieses ­Risiko flugs eine Versicherung an, die wenig Schutz fürs Geld bringt. Besser als eine solche Versicherung wäre es, wenn die Deutsche Bahn die Konditionen für die Umbuchung selbst verbesserte.

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