Nicht alle Patienten lassen sich durch Scheinmedikamente (Placebos) „täuschen“. Ob sie sich überzeugen lassen, hängt nach Ansicht des Psychotherapeuten Professor Paul Enck von der Universität Tübingen unter anderem davon ab, ob Arzt und Patient männlich oder weiblich sind, wird in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift berichtet. Enck untersuchte die Placebowirkung beim Reizdarm-Syndrom: Als eine Ärztin die Placebos verteilte, wirkten sie besser: Bei jedem dritten Patienten besserte sich der Zustand. Verteilten Ärzte die Tabletten, wirkten sie nur bei jedem vierten bis fünften – laut Professor Enck ein Effekt, der sich bereits bei Placebostudien zur Akupunktur zeigte. Frauen sprechen zudem häufiger auf Placebos an als Männer.

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