Ping-Anruf Meldung

Die Polizei Sachsen warnt seit kurzem vor einer Betrugs­masche am Telefon. Mit sogenannten Ping-Anrufen versuchen Betrüger einen teuren Rück­ruf zu provozieren. Der Anruf erscheint auf dem Handy als Anruf in Abwesenheit. Rufen Betroffene zurück, wird es meist teuer. Die Bundes­netz­agentur führt eine Liste mit Betrüger­nummern. test.de erklärt, wie sich Opfer gegen die Abzocke wehren können.

Anruf in Abwesenheit von ausländischer Nummer

Viele Hand­ynutzer kennen das: Beim Blick aufs Smartphone-Display erscheint ein Anruf in Abwesenheit. Die Nummer ist unbe­kannt, meist aus dem Ausland. Nicht selten führt die Neugierde dazu, dass Hand­ynutzer unbe­dacht zurück­rufen und dabei in die Falle tappen. Denn hinter dieser Masche stecken nicht selten Telefon­betrüger, die auto­matisierte Anrufe durch­führen. Der Rück­ruf auf die unbe­kannte, meist ausländische Nummer verursacht häufig hohe Kosten. So könnten „Kosten von mindestens drei Euro pro Minute“ entstehen, warnt die Polizei Sachsen auf Facebook vor sogenannten Ping-Anrufen.

Nicht unbe­dacht zurück­rufen

Ist die Neugierde noch so groß: Wer keinen Anruf aus dem Ausland erwartet, sollte keinesfalls ungeprüft die ausländische Nummer zurück­rufen. Selbst wer etwa von Freunden regel­mäßig aus dem Ausland angerufen wird, sollte bei einer unbe­kannten Nummer skeptisch sein und vor dem Rück­ruf prüfen, aus welchem Land die Nummer stammt und auf Nummer sicher gehen.

So blockieren Sie Betrüger­nummern

Wer sich von derlei Anrufen belästigt fühlt, kann die Nummer auch in seinem Handy sperren. Anrufe und Kurz­mitteilungen werden dann blockiert und nicht durch­gestellt. Sowohl bei Android-Smartphones als auch bei iPhones funk­tioniert das über die Anruf­liste. iPhone-Nutzer drücken auf das kleine „i“ rechts neben der Nummer, Android-Nutzer öffnen ebenfalls das Kontext­menü der jeweiligen Nummer. Unter iOS auf dem iPhone können Nutzer dann nach unten scrollen und die Nummer blockieren. Android-Nutzer öffnen über die drei Punkte oben rechts ein weiteres Menü und drücken auf „Blockieren“.

Nummer bei Bundes­netz­agentur prüfen

Wer bereits auf einen Ping-Anruf herein­gefallen ist und von seinem Mobil­funk­provider zu Kasse gebeten wird, muss die Kosten nicht zwingend tragen. Die Bundes­netz­agentur führt eine Liste von Telefon­nummern, die bereits als Betrüger­nummern bekannt sind. Die Mobil­funk­betreiber dürfen diese Nummern dann nicht beim Kunden abrechnen. Die „Maßnahmenliste“ ist online frei einsehbar auf der Website der Bundesnetzagentur.

Diese Meldung ist am 16. Oktober 2017 erst­mals auf test.de erschienen. Sie wurde am 17. Oktober 2017 aktualisiert.

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