Interview: Auch für Ältere

Unter fachkundiger Anleitung kann heute jeder Interessierte von Pilates profitieren.

Worauf ist bei der Suche nach einem Pilatestrainer zu achten?

Da die Berufsbezeichnung „Pilateslehrer“ bis heute nicht geschützt ist, kann sich quasi jeder nach einem Wochenendkurs als Pilateslehrer oder -trainer bezeichnen. Am besten fragen Sie den Pilateslehrer direkt nach dem Umfang seiner Ausbildung. Optimalerweise hat er eine Ausbildung absolviert, die 400 bis 600 Stunden beträgt. Dazu gehören Theorie, Einzelunterricht, Unterricht unter Aufsicht und schriftliche Prüfungen. Kann Ihr Pilatestrainer eine solche Ausbildung nachweisen, befinden Sie sich bei ihm in fach­kundigen Händen.

Was bringen sauber und regelmä­ßig aus­ge­führte Pilatesübun­gen für die Gesundheit?

Als Ärztin liegt mein Fokus bei Pilates auf der intensiven mus­ku­lären Stabilisierung der Körpermitte und der tief liegenden Muskulatur der Wirbel­­­­­säu­le. Außerdem sorgt ein regelmä­ßiges Pilatestraining für eine lotrechte Ausbalancierung der Wirbelsäule, eine bessere Dehn- und Entspannungsfähigkeit sowie Stärkung des ganzen Bewegungsapparats. Übungen mit Kleingeräten wie zum Beispiel Schaumstoffrollen oder Bällen schulen den Gleichgewichtssinn und sind besonders älteren Menschen als eine sehr effektive Sturzprophylaxe zu empfehlen.

Für wen eignet sich die klassische, für wen die moderne Methode?

Für Anfänger und Menschen mit chronischen Verspannungen oder Bandscheibenproblemen, auch für Ältere ist die moderne Methode gut geeignet. Die klassische Methode dagegen ist ein intensives körperliches Training für beschwerdefreie, sportliche Leute, die noch fitter werden wollen.

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