Pick-up-Stellen für Medikamente

dm (Partner Europa Apotheek): Wenig Rücksprache

26.01.2012
Inhalt
Pick-up-Stellen für Medikamente - Pillenhandel mit Pannen

Medikamente bei dm ordern – das klappte bei den drei Testbestellungen problemlos. Der Kunde füllt am Tresen mit der Aufschrift „Apotheke, Pharma Punkt“ den Bestellschein aus und wirft ihn – gegebenenfalls mit Rezept – in eine Art Briefschlitz. Der Liefertag steht auf dem Abholschein. Rezeptfreie Mittel lassen sich auch am Bildschirm ordern. Kunden können sich die Mittel auch an eine Wunschadresse liefern lassen oder von zuhause bei der Versandapotheke bestellen und das Paket in der Drogerie abholen. Nicht alle dm-Märkte bieten Pick-up-Stellen (Suche unter: www.europa-apotheek.com/pharmapunkt).

Pünktlich kam nur eine. Nur eine Lieferung war pünktlich, die mit dem spätesten Abholdatum von sechs Tagen. Die zweite kam einen, die dritte zwei Tage zu spät. Wir konnten den Lieferstand zumindest telefonisch in der Filiale erfragen.

Austausch nicht erklärt. Fachlich war der Lieferinhalt korrekt. Eins der bestellten Mittel wurde aus rechtlichen Gründen ersetzt – ohne Rückfrage oder Erklärung. Die gefährliche Wechselwirkung blieb unerwähnt. Die beworbenen Preisvorteile wurden eingehalten. Bei rezeptpflichtigen Mitteln gibt es einen Bonus, in unserem Fall 2,50 Euro. Bestellungen sind nur mit Rezept oder ab 15 Euro versandkostenfrei. Gezahlt wird per Überweisung oder Abbuchung. Beim Abholen ist der Ausweis vorzulegen.

test-Kommentar: Kunden bekommen vergünstigte Medikamente, müssen aber Wartezeiten und wenig Rücksprache in Kauf nehmen.

26.01.2012
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