Photovoltaik Berechnen Sie die Rendite Ihrer Solar­anlage

Photovoltaik - Berechnen Sie die Rendite Ihrer Solar­anlage
Solar­anlage. Lieber nicht zu klein planen. © Getty Images / Andriy Onufriyenko

Mit Solar­strom­anlagen können Haus­eigen­tümer mindestens 20 Jahre lang Geld verdienen und Strom­kosten sparen. Unser Solar­rechner ermittelt Kosten, Erträge und Rendite.

Erträge der Photovoltaikanlage gut kalkulier­bar

Photovoltaik - Berechnen Sie die Rendite Ihrer Solar­anlage
Je größer eine Photovoltaikanlage ist, desto weniger kostet ein Kilowatt Spitzen­leistung (kWp). Das zeigt ein Vergleich der Preise von 2019. Damit könnte eine kleinere Anlage mit 4kWp sogar zum Minus­geschäft werden. © Stiftung Warentest

Einnahmen und Ausgaben lassen sich bei Photovoltaikanlagen lang­fristig besser kalkulieren als bei den meisten anderen Investitionen. Möglich macht das das Erneuer­bare-Energien-Gesetz (EEG). Wer eine Photovoltaikanlage installiert und Solar­strom ins öffent­liche Netz einspeist, erhält dafür vom Netz­betreiber über 20 Jahre lang eine staatlich garan­tierte Vergütung und damit dauer­haft verläss­liche Einnahmen. Die Einspeise­vergütung ist zwar in den vergangenen Jahren gesunken. Doch dafür lohnt es sich immer mehr, einen Teil des Solar­stroms im eigenen Haushalt zu verbrauchen. Der selbst erzeugte Strom kostet Anla­gebetreiber oft nicht einmal halb so viel wie der Haus­halts­strom, den sie vom Energieversorger beziehen.

EEG-Reform: Mehr Geld für Voll­einspeiser geplant

Ein Gesetz­entwurf der Bundes­regierung zur Reform des Erneuer­bare-Energien-Gesetzes sieht vor: Anlagen­betreiber, die den erzeugten Storm komplett ins Netz einspeisen, erhalten dafür künftig bis zu 13,4 Cent pro Kilowatt­stunde – etwa doppelt so viel wie bisher. Damit könnte sich künftig auch Solar­anlagen mit Voll­einspeisung wieder lohnen. Für Anlagen mit Eigen­verbrauch soll es dagegen weit­gehend beim Alten bleiben (Details zur EEG-Reform). Mit unserem Solar­rechner können Sie wahl­weise bereits die geplanten Vergütungs­sätze nach der EEG-Reform berück­sichtigen. Beachten Sie dabei aber: Das Gesetz ist noch verabschiedet. Änderungen sind noch möglich.

Rendite der Solar­anlage berechnen

Höhe. Wie hoch die Rendite ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab – vor allem vom zu erwartenden Strom­ertrag und von den Anschaffungs­kosten der Anlage, aber auch vom Eigen­verbrauchs­anteil, der Strom­preis­entwick­lung, von der Finanzierung und steuerlichen Aspekten. Unser Rendite-Rechner berück­sichtigt alle wesentlichen Faktoren, stellt Einnahmen und Ausgaben in den einzelnen Jahren gegen­über und ermittelt, welche Rendite Anla­gebetreiber über einen Zeitraum von 20 Jahren erwarten können. Berechnet wird die Rendite für Anlagen auf Gebäuden mit einer Spitzen­leistung bis zu 40 kWp.

Szenarien. Der Rechner kann Ihnen eine wichtige Orientierung über den möglichen Verlauf Ihrer Investition und die Rentabilität der Anlage geben – aber keine Sicherheit. Denn in die Ergeb­nisse fließen unsichere Annahmen über Strom­ertrag, laufende Betriebs­kosten und die Steuerbelastung mit ein. Rechnen Sie deshalb immer mehrere Szenarien durch und gehen Sie eher von vorsichtigen Annahmen aus.

Vergütungs­sätze sinken im Monats­rhythmus

Bitte beachten Sie: Die Vergütungs­sätze sind derzeit nur für Anlagen fest­gelegt, die bis Juli 2022 in Betrieb genommen werden. Für Anlagen, die später ans Netz gehen, legt die Bundes­netz­agentur die Vergütungs­sätze Ende Juli und Ende Oktober fest. Bis dahin rechnet das Programm damit, dass sich die Sätze monatlich um den gleichen Prozent­satz verringern wie bei der letzten Vergütungs­anpassung (1,4 Prozent pro Monat). Für Anlagen, die ab 2023 in Betrieb genommen werden, sollen die höheren Vergütungs­sätze nach der geplanten EEG-Reform gelten. Auch Betreiber von Anlagen, die diese noch 2022 in Betrieb nehmen, können unter bestimmten Voraus­setzungen die höheren Vergütungs­sätze bean­spruchen (Details zur EEG-Reform).

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Aktuelle Unter­suchungen und Informationen rund um Solar­strom­anlagen und ihre Versicherung finden Sie auf unser Themenseite Photovoltaik.

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178 Kommentare Diskutieren Sie mit

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DasFabi am 10.05.2022 um 07:44 Uhr
Laufzeit der Anlage

Hallo,
unsere PV Anlage hat 25 Jahre Leistungsgarantie, Lebenszeit vermutlich eher 30 Jahre. Wird der Rechner um eine solche Komponente nocherweitert?

j-m.s am 04.05.2022 um 11:18 Uhr
PV lohnt sich nicht

Wenn man 10kWh einspeist und später wieder 10kWh verbraucht, dann muss man auf die 10kWh noch mal 14 cent Steuern, Abgaben und Gebühren bezahlen! Obwohl man die vorher selbst eingespeist hat. Und wenn man 10kWh einspeist, bekommt man dafür 6.5 cent, muss sie dann aber für 40 cent zurückkaufen. Daran sieht man doch schon, dass das komplette Verarsche ist. Benutzt man einen Akku, dann kostet allein die Abnutzung des Akkus (begrenzte Ladezyklen) jedesmal 10 cent pro kWh. PV lohnt sich nur, wenn man den erzeugten Strom auch immer sofort verbraucht. Also tagsüber zur Mittagszeit.

Norbert.Goldschatz am 24.03.2022 um 21:25 Uhr
Zeitenwende, auch für die Stromerzeugung

Ich denke, die aktuelle Situation zeigt uns, dass jeder Einzelne nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen muss, Deutschland aus der Abhängigkeit von Energielieferungen aus anderen Staaten zu befreien. Für mich ist es daher nicht entscheidend, ob ich mit der Anschaffung einer PV-Anlage+Speicher tatsächlich langfristig einen Gewinn einfahre. Vielmehr ist es für mich ein sehr gutes Gefühl, wenn ich meine Entnahme aus dem Netz deutlich verringern kann. Und die Existenz einer PV auf dem Dach verändert auch das Verhalten: Wann schalte ich die Waschmaschine oder den Geschirrspüler an? Nachts? No ways! Dann, wenn die Sonne scheint natürlich. Steht dann noch ein e-Mobil in der Garage sieht die Kalkulation angesichts der aktuellen Treibstoffpreise noch einmal anders aus. Was ich aber bemängele: Die Förderung privater Investitionen sieht derzeit enttäuschend aus. Man muss also finanzielle Interessen hintanstellen können und wollen.

debohm am 14.03.2022 um 21:37 Uhr
Investitionskostenrechnung Diskontierung fehlt

Schöner übersichtlicher Rechner. Aber wieso wird auf das Abzinsen der künftigen Zahlungsströme verzichtet.
Sonnige Grüße
Frank Baumgarten

Profilbild Stiftung_Warentest am 01.03.2022 um 14:20 Uhr
"Ersparte Stromkosten" im Investitionsplan

@strobbel: Bitte lesen Sie unser Beispiel im folgenden Artikel:
www.test.de/Solaranlage-Gute-Renditen-sind-moeglich-und-so-gehts-5250676-5250685
Dahinter stecken die Kosten, die für den Strom, den man aus dem Netz bezieht, bezahlt. Im Beispiel sind das 33 Cent pro Kilowatt­stunde (ohne Grund­gebühren).