Photovoltaik Berechnen Sie die Rendite Ihrer Solar­anlage

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Photovoltaik - Berechnen Sie die Rendite Ihrer Solar­anlage
Solar­anlage. Lieber nicht zu klein planen. © Getty Images / Andriy Onufriyenko

Mit Solar­strom­anlagen können Haus­eigen­tümer mindestens 20 Jahre lang Geld verdienen und Strom­kosten sparen. Unser Solar­rechner ermittelt Kosten, Erträge und Rendite.

Erträge der Photovoltaikanlage gut kalkulier­bar

Photovoltaik - Berechnen Sie die Rendite Ihrer Solar­anlage
Je größer eine Photovoltaikanlage ist, desto weniger kostet ein Kilowatt Spitzen­leistung (kWp). Das zeigt ein Vergleich der Preise von 2019. © Stiftung Warentest

Einnahmen und Ausgaben lassen sich bei Photovoltaikanlagen lang­fristig besser kalkulieren als bei den meisten anderen Investitionen. Möglich macht es das Erneuer­bare-Energien-Gesetz (EEG). Wer eine Photovoltaikanlage installiert und Solar­strom ins öffent­liche Netz einspeist, erhält dafür vom Netz­betreiber über 20 Jahre lang eine staatlich garan­tierte Vergütung und damit dauer­haft verläss­liche Einnahmen. Die Einspeise­vergütung ist zwar in den vergangenen Jahren gesunken. Doch dafür lohnt es sich immer mehr, einen Teil des Solar­stroms im eigenen Haushalt zu verbrauchen. Der selbst erzeugte Strom kostet Anla­gebetreiber viel weniger als der Haus­halts­strom, den sie vom Energieversorger beziehen. Und nach der Reform der Solar­förderung gibt es jetzt auch wieder mehr Geld für die Netz­einspeisung.

EEG-Reform: Einspeise­vergütung steigt ab 30. Juli

Am 29. Juli tritt die Reform des Erneuer­bare-Energien-Gesetzes in Kraft. Für Anlagen, die ab dem 30. Juli in Betrieb genommen werden, erhalten Anlagen­betreiber mehr Geld für den erzeugten Strom, den sie ins öffent­liche Netz einspeisen. Wer den Solar­strom komplett einspeist, erhält dafür künftig bis zu 13,0 Cent pro Kilowatt­stunde – etwa doppelt so viel wie bisher. Damit können sich auch Solar­anlagen mit Voll­einspeisung wieder lohnen. Für Anlagen mit Eigen­verbrauch erhöht sich die Einspeise­vergütung auf 8,2 Cent pro kWh. Das sind immerhin noch 25 Prozent mehr als bisher (Details zur EEG-Reform). Unser Solar­rechner berück­sichtigt bereits die neuen Vergütungs­sätze.

Rendite der Solar­anlage berechnen

Höhe. Wie hoch die Rendite ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab – vor allem vom zu erwartenden Strom­ertrag und von den Anschaffungs­kosten der Anlage, aber auch vom Eigen­verbrauchs­anteil, der Strom­preis­entwick­lung, von der Finanzierung und steuerlichen Aspekten. Unser Rendite-Rechner berück­sichtigt alle wesentlichen Faktoren, stellt Einnahmen und Ausgaben in den einzelnen Jahren gegen­über und ermittelt, welche Rendite Anlagen­betreiber über einen Zeitraum von 20 Jahren erwarten können. Berechnet wird die Rendite für Anlagen auf Gebäuden mit einer Spitzen­leistung bis zu 40 kWp.

Szenarien. Der Rechner kann Ihnen eine wichtige Orientierung über den möglichen Verlauf Ihrer Investition und die Rentabilität der Anlage geben – aber keine Sicherheit. Denn in die Ergeb­nisse fließen unsichere Annahmen über Strom­ertrag, laufende Betriebs­kosten und die Steuerbelastung mit ein. Rechnen Sie deshalb immer mehrere Szenarien durch und gehen Sie eher von vorsichtigen Annahmen aus.

Vergütungs­sätze sollen bis Januar 2024 stabil bleiben

Bislang sanken die Vergütungs­sätze im Monats­rhythmus. Je später die Anlage in Betrieb ging, desto geringer fällt die Einspeise­vergütung aus. Die jetzt beschlossenen Vergütungs­sätze sollen dagegen bis Januar 2024 stabil bleiben und danach nur alle halbe Jahre um 1 Prozent sinken. Je nachdem, wie sich der Ausbau der Photovoltaik entwickelt, kann es aber sein, dass die Bundes­regierung noch nach­justiert.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.08.2022 um 09:32 Uhr
PV Rechner in Kombination mit einer Wärmepumpe

@Peznaz79: der Rechner ist auch in dem von Ihnen beschriebenen Fall aussagekräftig – soweit die eingegebenen Werte für die Kosten des Strombezugs und den Eigenverbrauchsanteil am erzeugten Strom realistisch sind.
Aber diese Werte können vom Rechner nicht berechnet werden. Wenn Sie zwei Tarife für Ihren Stromverbrauch haben, können Sie einen Mischpreis pro kWh entsprechend den erwarteten Anteilen des Strombezugs für Wärmepumpe / Haushaltsstrom ansetzen. Der Eigenverbrauchsanteil wird mit Wärmepumpe in der Regel 10 bis 15 Prozent höher ausfallen als ohne. Es kommt aber auch auf die konkrete Konfiguration von der Anlage und der Wärmepumpe an. Eine Ertragsprognose mit dem voraussichtlichen Eigenverbrauchsanteil sollte der Installationsbetrieb anhand der konkreten Anlagen-, Gebäude- und Stromverbrauchsdaten erstellen können.

Speznaz79 am 29.07.2022 um 15:09 Uhr
PV Rechner in Kombination mit einer Wärmepumpe

Hallo Team,
Ist der PV Anlagenrechner aussagekräftig, wenn man vor hat eine PV-Anlage in Kombination mit einer Wärmepumpe zu betreiben?
Meine Idee ist, für meine kommende WP einen günstigeren WP-Stomvertrag beim lokalen Versorger abzuschließen. Den restlichen Stromverbrauch würde ich dan von einem anderen Anbieter beziehen. Nun ist die Überlegung eine PV-Anlage anzuschaffen. Was gebe ich dann als "Stromkosenersparnis" ein? Und wie berücksichtigt der Rechner, das ich den meisten Strom im Winter benötige, wenn ich kaum Strom selbst erzeugen werde?

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.07.2022 um 13:27 Uhr
Jährlicher Stromertrag pro kW Spitzenleistung

@Flamingo_2: Wenn Sie PVGIS für die Ermittlung des Stromertrags nutzen, übernehmen Sie am einfachsten den in PVGIS voreingestellten Wert von 1 kW für die installierte Leistung der PV-Anlage. Dann zeigt das Ergebnis "PV Energieerzeugung pro Jahr (kWh)" unmittelbar den jährlichen Ertrag (kWh) pro kW Leistung der Anlage an, den Sie direkt in unseren Rechner übernehmen können.
Falls Sie in PVGIS die tatsächlich installierte Leistung Ihrer Anlage eintragen, müssten Sie den ermittelten Jahresertrag durch die installierte Leistung in kW teilen, um den Jahresertrag pro kW Anlagenleistung zu erhalten.

Flamingo_2 am 25.07.2022 um 11:37 Uhr
Frage zu Ertragsrechner PVGIS - ... die Zweite

Hallo test.de (ein zweiter Versuch),
welche Größe ist aus dem Rechner der PVGIS in dem Rechner von Test.de in das Feld "Jährl. Ertrag in kWh pro kw Spitzenleistung einzugeben? Ist das der Wert "Einstrahlung/Jahr auf Modulebene (kWh/m2) laut PVGIS? Hier hätte ich einen zu positiven Wert von 1.320 kwh ohne Lstgs.verlust je m2 nicht je kw-Leistung, als Annahme in der Berechnung. Der Wert des jährl. Stromertrags in kwh pro kw Leistung wird in dem Rechner nicht angezeigt. Eigentlich benötigt man den Online-Artikel vom 08.07.2022 nicht. Der Solarrechner und die Ermittlung des Eigenanteils der VZ NRW würden grundsätzlich genügen. Der Rechner der PVGIS in der Berechnung des Solarrechners irreführend, da hier nicht deutlich definiert ist, welcher Wert aus dem PVGIS einzutragen ist. Was mir seit Jahren fehlt. Tests zu Modulen, Wechselrichter+Speicher. Woher weiß ich, welche gut sind und länger halten. Ist essenziell für eine gute Rentide.
Vielen Dank für Ihre Hilfe! Flamingo

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.07.2022 um 13:44 Uhr
Aufteilung PV-Anlage

@Clubbaer: Bisher wurden zwei Anlagen bei der Einspeisevergütung als eine Anlage behandelt, wenn sie auf dem gleichen Gebäude innerhalb von zwölf Monaten in Betrieb genommen wurden. Wenn Sie die Anlagen nach Inkrafttreten der EEG-Reform in Betrieb nehmen, können Sie bestimmen, dass beide Anlagen jeweils als eigenständige Anlagen behandelt und vergütet werden – auch wenn beide gleichzeitig bzw. innerhalb von zwölf Monaten installiert wurden. Voraussetzung ist, dass sich beide Anlagen auf oder am gleichen Gebäude befinden und über eigene Zähler verfügen. Außerdem müssen Sie den Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme und für die folgenden Jahre jeweils bis zum 1. Dezember des Vorjahres darüber informieren, für welche Anlage Sie die höhere Vergütung für die Volleinspeisung in Anspruch nehmen.
Für die 9-kW-Anlage würde bei Volleinspeisung die Einspeisevergütung für Anlagen bis zu 10 kW gelten. Das wären 13,0 Cent pro kWh (nicht 13,4 Cent!).