Spartipps

Solarstrom – Ja, bitte! Aber zum möglichst geringen Preis.

Geld fürs eigene Kraftwerk. Der Ertrag für Ihren ins deutsche Stromnetz eingespeisten Strom ist sicher: Für Anlagen, die in diesem Jahr in Betrieb gehen, gibts pro Kilowattstunde 0,518 Euro. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert das für 20 Jahre. Pro Kilowatt Spitzenleistung produziert eine Photovoltaik­anlage jährlich 700 bis über 1 000 Kilowattstunden. Mit einer 3-kW-Anlage lassen sich (z. B. bei 800 kWh) in 20 Jahren 48 000 kWh „ernten“. Dafür zahlt das Versorgungsunternehmen 24 860 Euro.

Teure Investition. Die Module für die 3-kW-Anlage sind der größte Kostenfaktor (etwa 12 000 bis 17 000 Euro). Hinzu kommen Wechselrichter, Unterkons­truk­tion und Montage. In der Summe sind das mindestens annähernd 20 000 Euro. Gilt die Stromerzeugung als Gewerbe, kann die Mehrwertsteuer als Vorsteuer erstattet werden. Die KfW-Bank hilft bei der Finanzierung.

Unterm Strich. Mit der eigenen Photovoltaik­anlage werden sich allenfalls Renditen von wenigen Prozent erzielen lassen. Auf jeden Fall lohnt aber die gute Tat für die Umwelt.

Nicht nur fürs Dach. Eine Solaranlage muss keineswegs immer aufs Dach. Sinnvoll kann auch die Befestigung an der Fassade sein (etwa als Schatten spendendes Vordach), auf Garagen oder über Wintergärten und Terrassen. Im Idealfall können Sie Geld für Ziegel oder andere Dachdeckungsmaterialien sparen.

Größe. Einzelne Module kommen für Camping oder Lauben infrage. Für netzgekoppelte Anlagen gilt: Damit sich die Investition einigermaßen auszahlt, sollte die Anlage mindestens etwa 15 Quadratmeter (zirka 2 000 Wattpeak) groß sein.

Befestigung. Viele Monteure richten sich bei der Wahl der Unterkonstruktion nicht nach den Empfehlungen der Modulhersteller. Vergewissern Sie sich, dass dadurch der Garantieanspruch nicht erlischt.

Preisvergleiche. So nett der Solaranlageninstallateur aus Ihrer Nachbarschaft auch sein mag: Holen Sie zum Vergleich weitere Angebote ein. Die Preisgestaltung hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel davon, ob der Installateur durch eine Sammelbestellung vieler Module einen attraktiven Rabatt ergattern kann und einen Teil davon an Sie weitergibt.

Billigimporte. Vorsicht vor No-Name-Produkten mit unklarer Herkunft: Selbst wenn sie anfangs die geforderte Leistung produzieren, ist fraglich, ob sie es nach 10 oder 20 Jahren immer noch tun.

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