Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 15 Solarmodule mit Leistungen bis 210 Watt (Wp), davon exemplarisch 2 Dünnschichtmodule.
Einkauf der Prüfmuster: Oktober / November 2005.
Preise: Anbieterbefragung im Februar / März 2006.
Alle subjektiven Beurteilungen wurden von fünf Fachleuten vorgenommen.

Abwertungen

Das test-Qualitätsurteil konnte nicht besser sein als die Stromerzeugung. Wurde die Nennleistung nur „ausreichend“ eingehalten, konnte das Urteil für die Stromerzeugung maximal eine Note besser sein. War die Alterungsbeständigkeit nur „ausreichend“, konnte das Urteil für die Haltbarkeit nicht besser sein.

Stromerzeugung: 45 %

Auf einem Prüfstand (Sonnensimulator) wurde die Strom-/Spannungskennlinie unter Standardtestbedingungen ermittelt und die Nennleistung bestimmt. Den Modulwirkungsgrad ermittelten wir für aktive Zelloberfläche und Modulfläche. Einhalten der Nennleistung: Beurteilt wurden die vom Hersteller genannten Toleranzen, die prozentuale Abweichung der MPP-Leistung (Mittelwert von fünf Modulen) vom Nennwert und die unter Außenbedingungen (siehe unten) anfangs eintretende Leistungsabnahme nach 15 kWh pro m2. Wir bewerteten die Übereinstimmung der Leistung verschiedener Module auf Basis von fünf Prüflingen (Streuung um Mittelwert). Die Leistungsstabilität bei Erwärmung berücksichtigt die Temperaturerhöhung unter Außenbedingungen bei 600-Watt-Einstrahlung pro m2 sowie die Leistungsminderung in Prozent pro °C im MPP.

Haltbarkeit: 40 %

Die Bewertung der Alterungsbeständigkeit basiert auf Klimakammerprüfungen: Wir untersuchten die Leistungsabnahme nach 1000-stündiger Belastung mit feuchter Hitze (Damp-heat-Test bei 85 °C und 85 % Luftfeuchte), die Folgen von Temperaturschwankungen (200 Zyklen von minus 40 °C bis plus 85 °C) sowie jeweils danach die visuell erkennbaren Beeinträchtigungen. Die mechanische Belastbarkeit prüften wir mit 2400 Pascal (je einstündige Zug- und Druckbelastung) und 5400 Pascal (Druck). Ergänzend kontrollierten wir visuell die Verarbeitung der Module (Fehler und Unregelmäßigkeiten an Zellen, Stringverbindern und anderen Bauteilen).

Sicherheit: 10 %

Die elektrische Sicherheit prüften wir, indem die Module einem Stoßspannungsimpuls von 6 kV ausgesetzt wurden. Wir kontrollierten, ob bei Verletzung der rückseitigen Beschichtung elektrische Probleme auftreten (Cut-Test). Wir begutachteten die Verletzungsgefahr durch scharfe Ecken und Kanten des Modulrahmens.

Dokumentation und Montage: 5 %

Wir prüften Typenschild und Datenblatt auf Vollständigkeit und bewerteten die Montage im Hinblick auf die Verkabelung und die elektrischen Anschlüsse.

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