Photokina 2012 Meldung

2 000 Bilder werden jede Sekunde geschossen, allein in Deutsch­land. Während der alle zwei Jahre in Köln stattfindenden Photokina sind es sicher noch mehr – dafür sorgen rund 180 000 Besucher, die dort die neuesten Kameras ausprobieren und sich über Zubehör informieren. Auch die Stiftung Warentest hat sich die neuesten Trends im Fotomarkt angeschaut. Und zeigt Sie im Video.

Köln – Mekka der Fotofans

Photokina 2012: Trends von der Fotomesse

Noch bis zum 23. September können Foto- und Video­begeisterte in den Kölner Messehallen über neue Technik fachsimpeln und so manche Idee für das eigene Hobby mit nach Hause nehmen. Tages­karten fürs Wochen­ende kosten 22 Euro, ermäßigt 14 Euro. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr. Für alle, die sich nicht auf den Weg nach Köln machen wollen, hat test.de die wichtigsten Trends von der Messe im Video zusammengefasst.

Kameras ohne Spiegel

Bereits auf der vorletzten Photokina waren die ersten Systemkameras ohne Klapp­spiegel zu sehen – deutlich kompakter als die meisten Spie­gelre­flexkameras, versprechen sie eine hohe Bild­qualität bei gleich­zeitig umfang­reichen manuellen Eingriffs­möglich­keiten für kreative Fotografen. Auch 2012 stehen die „spiegellosen“ auf Platz 1 des Publikums­interesses: Mitt­lerweile hat auch Canon, der größte Kameraanbieter, eine spiegellose Systemkamera vorgestellt und die anderen großen Hersteller zeigen die zweite oder dritte Generation in dieser Kameraklasse. Im Produktfinder Digitalkamera finden Sie Testergebnisse von aktuellen Systemkameras mit und ohne Spiegel.

Profitaugliche Videos

In detailreicher Full-HD-Auflösung filmen, das können mitt­lerwiele die meisten Systemkameras und fast alle hoch­wertigen Kompakt-Digicams. Gerade die Systemkameras haben sich in den vergangenen Jahren zu echten Leinwandhelden gemausert – Werbespots, Musik­videos, sogar komplette Kino­filme sind schon mit den unauffäl­ligen Hybriden aus Foto- und Video­kamera gedreht worden. Reizvoll ist das, weil sich nur mit dem großen Bild­sensor einer Systemkamera eine geringe Schärfentiefe erzielen lässt, wie sie für beein­druckende Kino­bilder typisch ist. Bei klassischen Video­kameras ist meist alles von vorne bis hinten scharf. Profitauglich dank hoher Bitraten, Mikrofon­eingang und Kopf­hörer­ausgang ist beispiels­weise die neue Panasonic GH3. Sie ist die Nach­folgerin der guten Panasonic Lumix DMC-GH2H. Wie gut sie im Vergleich zur Konkurrenz abschneidet, wird sich bald im Test zeigen.

Drahtloser Daten­austausch über WLan

Ein noch vergleichs­weise neuer Trend: WLan-Funk­tionen halten in viele neue Kameras Einzug. Damit entfällt das Verkabeln via USB, um die Bilder auf den Rechner oder das Tablet zu über­tragen. Manche Kamera-Neuheiten lassen sich auch kabellos fern­steuern, so dass die Kamera an schwer zugäng­lichen Stellen befestigt und dann vom Smartphone oder Tablet ausgelöst werden kann. Naturfotografen, die scheue Tiere ablichten wollen, wird das freuen. Auch das direkte Hoch­laden von Fotos und Videos zu Platt­formen wie Facebook, Flickr oder Youtube soll mit den „WiFi“-tauglichen Kameras möglich sein. Beim Smartphone abge­schaut ist auch die Funk­tions­erweiterung mittels Apps: Nikon und Samsung haben jeweils eine Kompakt­kamera mit Android-Betriebs­system vorgestellt. Sony setzt bei zwei neuen Systemkameras der NEX-Serie zwar nicht auf Googles Smartphone-Betriebs­system, bietet für die beiden Kameras aber ebenfalls Apps für Bild­effekte und zur Retusche.

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